Al Riveron gibt seinen Posten als Supervisor of Officials der ACC auf. Nach vier Jahren im Amt kündigte er seinen Rücktritt am Mittwoch an, kurz bevor die College-Football-Saison beginnt. Die ACC sucht bereits nach seinem Nachfolger.
Riveron bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung mit. Er war sowohl Schiedsrichter auf dem Platz als auch in administrativen Positionen tätig, zunächst in der NFL und später im College-Football. Bevor er 2022 zur ACC stieß, arbeitete er als NFL-Regelanalyst und war von 2017 bis 2020 Senior Vice President of Officiating der NFL.
In seiner Zeit bei der ACC hat Riveron ein Projekt vorangetrieben, das die Integrität des Spiels verbessern sollte. Die Conference wurde zur ersten ihrer Art, die Echtzeit-Diskussionen zwischen dem Schiedsrichter, dem Instant-Replay-Official im Stadion und dem Game-Day-Operations-Center der ACC in Charlotte für ausgewählte Spiele auf ESPN und dem ACC Network ermöglichte. Die Innovation kam bei Fans und Fachleuten gut an. Deshalb wird die ACC das Programm fortsetzen. Die Big 12 kündigte an, dieses Jahr ähnliche Maßnahmen einzuführen.
ACC-Commissioner Jim Phillips würdigte Riverons Arbeit: "Seine Transparenz und sein kooperativer Ansatz haben unser Programm auf ein neues Niveau gehoben. Wir sind unglaublich dankbar für alles, was er für die ACC und den College-Football getan hat." Riveron selbst gab keinen konkreten Grund für seinen Rücktritt an. In einer Stellungnahme betonte er: "Schiedsrichtertätigkeit basiert auf Integrität, Vorbereitung und Teamfähigkeit. Ich hatte das Glück, mit einigen der engagiertesten Profis des Spiels zusammenzuarbeiten."
Riverons Weggang markiert das Ende einer Phase, in der die ACC ihre Schiedsrichter-Standards modernisiert hat. Sein Nachfolger übernimmt ein System, das bereits etabliert ist und positive Effekte zeigt. Für deutsche Football-Fans ist die Entwicklung insofern interessant, als dass die Professionalisierung der Schiedsrichterkommunikation auch bei internationalen Spielen wie denen in Deutschland zum Standard werden könnte. Die ELF und andere europäische Ligen könnten von ähnlichen Maßnahmen profitieren.