Die Toronto Tempo haben gerade erst ihre bisherige beste Leistung der noch jungen Franchise-Geschichte abgeliefert. Nyara Sabally trug 29 Punkte zum 111:104-Sieg gegen die Chicago Sky bei und führte ihr Team dabei zum neunten Spiel in der Geschichte des Teams. Jetzt wartet mit den Seattle Storm ein deutlich erfahrenerer Gegner. Die Storm kommen mit einer 3:5-Bilanz an, verloren zuletzt aber deutlich mehr Spiele als erwartet für ein Team mit ihrem Pedigree.
Seattle war in der vergangenen Saison noch solider unterwegs. Die Storm gewannen 23 ihrer Spiele insgesamt und sicherten sich 13 Siege auf der Straße. Im Schnitt warfen sie 82,1 Punkte pro Spiel. Die Offense funktionierte vor allem in der Paint mit durchschnittlich 39 Punkten dort. Auch schnelle Punkte nach Ballverlusten (17,6 pro Spiel) und Fastbreak-Körbe (12,9) waren verlässlich.
Für Toronto wird Sabally erneut zentral sein. Sie war gegen Chicago die dominierende Kraft und muss diese Form auch gegen die defensiv aufmerksamere Storm behaupten. Allerdings fehlen den Tempo wichtige Spielerinnen. Temi Fagbenle ist mit einer Schulterverletzung raus, Isabelle Harrison kann wegen einer Handverletzung nicht spielen. Julie Allemand ist angeschlagen und Tag-für-Tag-Status.
Auch Seattle hat mit Ausfällen zu kämpfen. Dominique Malonga fehlt mit einer Gehirnerschütterung, Ezi Magbegor mit einer Fußverletzung. Für eine Storm-Mannschaft, die unter Druck steht, ein echtes Problem. Toronto spielt von Beginn an aggressiv, während Seattle versuchen muss, mit den bisherigen Ausfällen Rhythmus zu finden.
Ballports-Take: Toronto hat mit Sabally eine Spielerin, die zur Stelle ist wenn es zählt, und baut offenbar schneller ein funktionierendes System auf als viele erwartet hatten. Für Fans der neuen Liga ist das erfreulich, weil es zeigt dass die Expansion funktioniert. Seattle dagegen muss aufpassen, nicht hinter die Eastern Conference in den Erwartungen zu fallen. Dieses Spiel wird für beide Seiten aussagekräftig sein wo sie wirklich stehen nach einem schwachen Start der Storm.