Paul Westhead erhält Basketball-Lebenswerk-Preis
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Paul Westhead erhält Basketball-Lebenswerk-Preis

Paul Westhead war kein normaler Basketball-Trainer. Der 87-Jährige gewann 1980 die NBA-Meisterschaft als Coach der Los Angeles Lakers. 1989/90 führte er die Loyola Marymount zu einem NCAA-Division-I-Rekord, den noch heute niemand gebrochen hat: seine Teams erzielten im Schnitt über 120 Punkte pro Spiel und dominierten die Scoring-Charts drei Jahre hintereinander. Und 2007 krönte er seine Karriere mit einem WNBA-Titel bei den Phoenix Mercury. Diese Woche würdigte die National Basketball Coaches Association Westheads Lebenswerk. Er erhält den Chuck Daly Lifetime Achievement Award, benannt nach dem Hall-of-Famer der das Spiel geprägt hat. Die Auszeichnung wird bei Spiel 2 der NBA Finals in San Antonio überreicht.

Westhead war bekannt für seine revolutionäre Offensive: ein schnelles Run-and-Gun-System, das den Basketball anders machte. Loyola Marymount war das Modell. Dort funktionierte es perfekt. Seine Mannschaften mit Spielern wie Hank Gathers und Bo Kimble dominierten den College-Basketball Ende der 1980er Jahre und setzten Scoring-Rekorde, die Jahrzehnte später immer noch stehen.

Seine NBA-Karriere war kürzer. Westhead trainierte die Lakers (zwei-plus Jahre), dann die Chicago Bulls (ein Jahr) und die Denver Nuggets (zwei Jahre). Doch das war nur ein Teil seiner Geschichte. Westhead trainierte über sechs Jahrzehnte: Highschool in Philadelphia in den 1960ern, drei verschiedene College-Programme für Männer (La Salle, Loyola Marymount, George Mason), ein Frauenprogramm an der University of Oregon, drei NBA-Teams, die WNBA-Mercury, zwei ABA-Teams und sogar ein Jahr eine Profi-Mannschaft in Japan. Kein anderer Trainer kann eine solche Vielfalt vorweisen.

Der Chuck Daly Award würdigt Trainer, die "Integrität, Wettbewerbsexzellenz und unnachgiebige Förderung des Basketball" verkörpern. Die Liste der bisherigen Preisträger liest sich wie ein Who's-Who des Coachings: Don Nelson erhielt ihn zuletzt 2025, davor Rudy Tomjanovich, Rick Adelman, Mike Fratello, Larry Brown und weitere Legenden bis zurück zu Tommy Heinsohn 2009.

Ballports-Take: Westhead repräsentiert eine Ära des Basketball, in der Trainer noch Pioniere sein konnten. Sein Run-and-Gun-System bei Loyola Marymount prägt bis heute, wie Teams über Tempo und Spielfluss denken. Deutsche Basketball-Fans sollten Westhead als Referenz kennen, wenn Trainer über moderne, schnelle Offensive sprechen. Seine Laufbahn zeigt auch, dass große Coaching-Karrieren in Amerika nicht nur aus NBA-Jahren bestehen, sondern gerade im College die bleibenden Spuren entstehen können.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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