Seattle hat Connecticut deutlich geschlagen. Beim 77:59-Erfolg am Freitagabend zeigten gleich zwei Spielerinnen der Storm ihr bestes Spiel der Saison.
Zia Cooke traf 25 Punkte, davon 16 allein in der ersten Hälfte. Sie dominierte besonders im zweiten Viertel, in dem sie Connecticut mit 8:7 Punkten im direkten Vergleich übertraf. Rookie Flau'jae Johnson, die als Nummer 8 im jüngsten WNBA Draft gewählt wurde, lieferte ihre beste Leistung des Jahres ab: 17 Punkte, sieben Rebounds und fünf Assists. Natisha Hiedeman steuerte weitere 11 Zähler bei.
Seattle (2:4) erholte sich damit von einer schmerzhaften Niederlage gegen Connecticut am Mittwoch. Die erste Partie dieser Serie hatten die Seahawks noch mit 89:82 verloren, obwohl sie damals in Connecticut spielten. Diesmal ließ die Storm nichts anbrennen. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (21:19) übernahmen die Gastgeberinnen die Kontrolle und lagen zur Pause mit 37:28 vorne. Im dritten Viertel bauten sie sogar einen 16-Punkte-Vorsprung auf. Connecticut kämpfte sich noch auf sieben Punkte heran, aber als Johnson eine Drei-Pointer traf, nachdem Cooke einen Freiwurf verwandelt hatte, war die Partie entschieden.
Die Sun (1:6) fanden ihr Muster nicht. Nach neun Treffern im ersten Viertel schafften sie es nur noch elf Mal in den verbleibenden drei Vierteln. Am Ende stand eine Quote von 35 Prozent zu Buche. Diamond Miller erzielte 13 Punkte für Connecticut, Aaliyah Edwards 10. Für die Sun-Offensive besonders bitter: Brittney Griner fehlte zum vierten Mal in Serie mit einer Rippenverletzung.
Seattle musste auch im Frontcourt improvisieren. Dominique Malonga fehlte bereits die dritte Partie hintereinander wegen Gehirnerschütterung. Die Veteranin Ezi Magbegor hat noch kein Spiel absolviert, und die Nummer-3-Pick Awa Fam ist gerade erst aus Spanien angereist, wo sie mit Valencia die spanische Meisterschaft gewonnen hat. Ein Einsatzdatum für Fam steht noch nicht fest. Um den Kader zu verstärken, verpflichtete die Storm am Spieltag Joyner Holmes, die in 15 Minuten zwei Punkte, fünf Rebounds und drei Blocks sammelte.
Ballports-Take: Johnson etabliert sich langsam in der WNBA und das Spiel gegen Connecticut war ein Statement ihrer Fähigkeiten. Für Cooke ist klar: Sie hat das Zeug, das Angriffsspiel der Storm zu tragen. Seattle kämpft trotz der Verletzungen und des späten Ankunft von Fam – was zeigt, dass auch die WNBA-Teams mit den Ausfällen von Stars wie Griner leben müssen. Für DACH-Fans, die die Storm verfolgen, wird interessant sein, wann Fam durchstarten kann und ob die Defensive mit Holmes zusätzliche Stabilität bekommt.