Cincinnati-Coach erwartet Flut von NFL-Anfragen zu Sorsby
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Cincinnati-Coach erwartet Flut von NFL-Anfragen zu Sorsby

Scott Satterfield bereitet sich auf eine Welle von Anfragen vor. Nachdem Brendan Sorsby seinen Antrag für den Supplemental Draft eingereicht hat, rechnet der Cincinnati-Coach damit, dass NFL-Teams in den kommenden Wochen verstärkt nach Informationen über seinen früheren Quarterback fragen werden.

Sorsby hatte Cincinnati nach der Saison verlassen und war zu Texas Tech transferiert. Doch jetzt, nach nur einem Jahr bei den Red Raiders, zieht es den QB in die NFL. Das macht Satterfield zur ersten Anlaufstelle für Scouts und General Manager. Der Coach beschreibt Sorsby als hochtalentiert mit großem Wurfarm, Laufvermögen und solider Wurftechnik. In der Saison 2024 warf der Quarterback 2.813 Yards und 18 Touchdowns, hatte aber auch sieben Interceptions zu verantworten. Dazu kamen 447 Rushing Yards und neun Touchdowns am Boden.

Doch hinter den Statistiken steckt eine komplizierte Geschichte. Die NCAA hatte Sorsby als ineligibel erklärt, nachdem bekannt wurde, dass er über vier Jahre hinweg mehr als 9.000 Wetten auf professionelle und College-Sports platziert hatte. Die Summe belief sich auf mindestens 90.000 Dollar. Dies passierte während seiner Zeit an der Indiana University, der University of Cincinnati und Texas Tech. Besonders brisant: 40 dieser Wetten betrafen Indiana-Football-Spiele, als Sorsby 2022 noch Freshman bei den Hoosiers war.

Die Situation wurde zusätzlich verkompliziert, als ein texanischer Richter Sorsby im Juni eine einstweilige Verfügung zusprach, die seinen Weg zu einem Einsatz für Texas Tech 2026 zu ebnen schien. Doch in der vergangenen Woche änderte sich die Lage erneut. Cody Campbell, Vorsitzender des Texas Tech Board of Regents, erklärte, dass Sorsby in diesem Herbst nicht Teil des Football-Teams sein werde. Der Supplemental Draft sei der einzige praktikable und faire Weg für Sorsbys Zukunft.

Cleveland-Coach Todd Monken deutete an, welche Fragen manche Teams stellen. Auf die Frage, ob die Browns Interesse an Sorsby hätten, war Monken deutlich: Die Browns wollen diesen Weg nicht gehen. Monken sprach von einer rutschigen Bahn und verwies auf andere Sportarten, in denen Spieler wegen Wettbetrugs lebenslang gesperrt worden seien. Wie könne man einen Quarterback als Franchise-Zukunft aufbauen, wenn grundsätzlich unklar ist, ob er je in der NFL spielen darf.

Auch Cincinnati hat ein eigenes Interesse an der Sache. Ein Gericht verhandelt derzeit einen Fall gegen Sorsby in Ohio. Hätte der QB derweil für Texas Tech gespielt und wäre im Oktober zu Cincinattis Homecoming-Spiel nach Nippert Stadium zurückgekehrt, wäre das für alle Beteiligten eine merkwürdige Situation geworden.

Für deutsche Fans: Sorsby zeigt ein fundamentales Problem, das über Football hinausgeht. Die NCAA und die NFL müssen klären, wie sie mit Spielern umgehen, deren persönliche Entscheidungen ihre Spielfähigkeit gefährden. Monkens Skepsis ist nachvollziehbar, denn wenn ein QB wegen Wettbetrugs dauerhaft ineligibel sein könnte, ist jeder Draft-Pick ein enormes Risiko. ballports behält die Entwicklung im Blick, denn wie die NFL letztlich reagiert, könnte auch für europäische Spieler relevant werden, die in die Liga wollen.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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