Knicks fegen Cavs beiseite und spielen erstmals seit 1999 um die Meisterschaft
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Knicks fegen Cavs beiseite und spielen erstmals seit 1999 um die Meisterschaft

Die New York Knicks haben die Cleveland Cavaliers in der Eastern Conference Finals mit 4:0 dominiert. Beim 130:93-Sieg am Montagabend in Cleveland war das Spiel schnell entschieden. Karl-Anthony Towns steuerte 19 Punkte und 14 Rebounds bei, OG Anunoby erzielte 17 Punkte. Von der Bank kam Landry Shamet mit 16 Punkten und traf während der gesamten Serie 11 von 12 Dreipunktversuchen. Mikal Bridges und Jalen Brunson addierten je 15 Punkte.

Die Knicks ließen ihre Starter mit noch 7:47 Minuten auf der Uhr vom Platz, als sie bereits mit 35 Punkten führten. Das Madison Square Garden Publikum sang bereits "Knicks in four", schon bevor die Serie entschieden war. Die New Yorker Fans reisten zahlreich nach Cleveland: Regisseur Spike Lee, Comedian Tracy Morgan und Schauspieler Timothée Chalamet mit seiner Freundin Kylie Jenner waren unter den prominenten Besuchern.

Diese Dominanz ist beeindruckend. Die Knicks haben während ihrer Postseason-Serie eine 11-Spiele-Siegesserie aufgebaut. Nur Golden State schaffte länger: Das Team hatte 2017 auf dem Weg zu seinem zweiten Titel in drei Jahren eine 15-Spiele-Serie. Zum vierten Mal seit dem NBA-ABA Merger 1976 hat ein Coach die Finals in seinem ersten Jahr mit einem neuen Team erreicht. Die Knicks haben Mike Brown engagiert, nachdem Tom Thibodeau gehen musste. Mit Indiana hatte New York unter Thibodeau zuletzt in sechs Spielen verloren.

Browns Finals-Erfahrung reicht zurück bis 2007, damals trainierte er Cleveland. Für die Knicks ist es die dritte Finals-Teilnahme seit ihrem letzten Titel 1973. 1994 verloren sie gegen Houston in sieben Spielen, 1999 gegen San Antonio in fünf. Die Cavaliers dagegen wurden erstmals seit der Niederlage gegen Golden State 2018 in einer Postseason-Serie ausgeschaltet.

Donovan Mitchell war mit 31 Punkten der Aktivposten der Cavs. Er erzielte die ersten acht Punkte Clevelands und brachte sein Team schnell mit 8:2 in Führung. Evan Mobley gelang ein Putback Dunk zur 17:14-Führung, aber die Knicks antworteten mit neun geraden Punkten. Im ersten Viertel entwickelte sich eine brutale Szene: Während Cleveland null von neun Feldwurfversuchen (mit drei verfehlten Dreipunktern) traf und vier Ballverluste produzierte, schrieb New York eine 20:0-Serie in fünf Minuten. Die Knicks waren dabei acht von 14 aus dem Feld, darunter vier Dreier. Die Bank trug 15 Punkte bei.

Zum Pausen bei 68:49 führten die Knicks bereits um 19 Punkte, nachdem sie in der ersten Halbzeit bis zu 29 Punkte Vorsprung hatten. Das war schon das vierte Mal diesen Postseason, dass New York nach 24 Minuten mit mindestens 19 Punkten vorne lag. Towns hatte bereits eine Double-Double mit 10 Punkten und 10 Rebounds. Die größte Führung der Knicks am Ende war 45 Punkte.

In der Western Conference Finals steht es 2:2 zwischen Thunder und Spurs. Spiel fünf findet Dienstagabend in Oklahoma City statt. Der Gewinner spielt gegen die Knicks. Weil Thunder und Spurs eine bessere Regular-Season-Bilanz haben, bekommen sie Heimvorteil in der Finals-Serie. Die Finals starten am 3. Juni.

Ballports-Take: Das ist ein Statement der Knicks. Mit dieser Vier-Spiele-Bresche zeigen sie eine Elite-Offense und Breite im Kader, die an die Top-Teams heranreicht. Für Deutschland ist diese Knicks-Geschichte relevant, weil New York eine große globale Fanbase hat und Mike Brown als Trainer ein interessanter Name ist. In der Fantasy-Szene steigen Towns und Anunoby durch diese Finals-Run stark an Wert. Das Wichtigste: Wer die Knicks schaut, sieht gerade eine Mannschaft, die nach 27 Jahren endlich wieder am Titel schnuppern darf.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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