Parker, Delle Donne und Reeve in Basketball Hall of Fame aufgenommen
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Parker, Delle Donne und Reeve in Basketball Hall of Fame aufgenommen

In Knoxville, Tennessee, wo Candace Parker einst zur College-Legende aufstieg, wurden am Samstag gleich drei Größen der Frauenbasketball-Geschichte in die Women's Basketball Hall of Fame aufgenommen. Parker und Elena Delle Donne, beide zweimalige WNBA-MVPs und Olympia-Goldmedaillengewinnerinnen, teilten sich die Bühne mit Minnesota Lynx Coach Cheryl Reeve. Die beiden Spielerinnen hatten ihre Karrieren nach der Saison 2023 beendet und kennen sich gut: Delle Donne war einst zu einem Recruiting-Visit nach Tennessee gekommen, den Parker organisiert hatte. "Ich glaube, du hast mich zu Taco Bell mitgenommen", sagte Delle Donne lachend bei einem Treffen vor der Zeremonie. "Ich liebe Taco Bell." Parker erwiderte grinsend: "Das Geld war damals ein bisschen anders, bevor es NIL gab."

Delle Donne führte die Washington Mystics 2019 zum WNBA-Titel und sprach während ihrer Rede offen über die Rivalität zu Parker. "Das macht dich großartig: gegen die Besten zu spielen", sagte sie. "Ich erinnere mich, dass ich dachte: Sie ist eine viel bessere Passspielerin als ich, und das macht ihr Team unmöglich zu bekämpfen. Ich musste dieses Element in mein Spiel bringen, wenn ich je einen Championship gewinnen wollte. Ohne die Spiele gegen Candace hätte ich keinen Titel gewonnen." Und Parker bereitete Delle Donne bei ihrer Rede Momente der Rührung, als die beiden sich gegenseitig für ihre Einflussnahme auf ihre jeweiligen Karrieren dankten.

Für Reeve war die Aufnahme in die Hall of Fame ein besonderer Moment nach Jahren der Hingabe ans WNBA-Coaching. Die Minnesota-Trainerin absolvierte am Samstag ihre Rede im Tennessee Theater in der Innenstadt von Knoxville und blickte auf eine unwahrscheinliche Reise zurück. 2001 verdiente sie als Assistentin von Anne Donovan bei den Charlotte Sting nur 5.000 Dollar im Jahr. "Von 2001 bis heute habe ich WNBA gegessen, getrunken und geschlafen", sagte Reeve. "Ich habe erleben müssen, wie Teams zusammengebrochen sind, ich habe Arbeitslosenunterstützung bezogen und gehört, wie mein Vater sich laut fragte, wann ich mir endlich einen echten Job suche."

Reeve wechselte später zu Bill Laimbeer und den Detroit Shock, ehe sie 2010 die Minnesota Lynx übernahm. Mit diesem Team häufte sie beachtliche Erfolge an: 378 Siege in der Regular Season, vier WNBA-Championships und die Leitung des US-Olympia-Teams zum Gold 2021 in Tokio. Mit 430 kombinierten Siegen aus Regular Season und Playoffs ist sie bereits die erfolgreichste Coach in dieser Kategorie. Nur noch zwei Siege trennen sie vom Rekord für die meisten Regular-Season-Siege eines WNBA-Head-Coaches, ein Rekord, den derzeit Mike Thibault hält. Reeve musste für die Aufnahmezeremonie auf Schlaf verzichten: Am nächsten Morgen flog sie um 5 Uhr morgens aus, um bei Minnesotas Spiel gegen Dallas um 13 Uhr Ortszeit dabei zu sein. "Dieses Spiel hat mir ein erfülltes Leben voller Freude gegeben", schloss Reeve ihre Rede. "In der Hall mit so vielen großen Frauen des Basketballs zu sein, macht mich froh, dass ich mir nie einen echten Job geholt habe."

Three of Reeves ehemalige Lynx-Spielerinnen, die ebenfalls in der Hall of Fame sind, waren bei der Zeremonie anwesend: Lindsay Whalen, Seimone Augustus und Taj McWilliams-Franklin.

Für deutsche Basketball-Fans zeigt diese Aufnahme, wie wichtig Kontinuität und Exzellenz im Frauensport sind. Reeve, Parker und Delle Donne stehen für drei verschiedene Pfade zum Erfolg: jahrzehntelange Treue zu einer Liga, das Balancieren zwischen einzelnem Glanz und Teamplay, und die Bereitschaft, gegen die beste Konkurrenz zu bestehen. Die German Basketball League und ihre weiblichen Top-Clubs können von solchen Karrieren lernen, wie man langfristige Strukturen aufbaut und Spielerinnen dabei unterstützt, ihre volle Kraft zu entfalten.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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