James Nnaji geht einen ungewöhnlichen Weg. Der 2,13-Meter-Center, der 2023 an Position 31 gedraftet wurde, spielte fünf Jahre für FC Barcelona in Europa, bevor er sein Vertrag im August kündigte. Danach wagte er etwas, das vorher noch nie vorgekommen war: Er meldete sich bei Baylor an, um College-Basketball zu spielen.
In der Saison 2025-26 kam Nnaji für die Bears in 18 Spielen zum Einsatz, allerdings in bescheidener Rolle. Im Schnitt stand er 8,2 Minuten auf dem Parkett, erzielte 1,4 Punkte und holte 2,1 Rebounds. Der Schritt zurück zum College war umstritten, viele Coaches kritisierten die Entscheidung eines ehemaligen NBA-Draft-Picks heftig. Offenbar reichte ein Jahr in Waco nicht aus, denn jetzt wechselt Nnaji zu George Mason.
Der 21-Jährige hat noch drei Jahre Spielberechtigung übrig und will sein College-Abenteuer dort fortsetzen. Nnaji war damit der erste ehemalige NBA-Draft-Pick, dem die NCAA erlaubte, College-Basketball zu spielen. In der NBA selbst kam er nie zum Einsatz, absolvierte nur Summer-League-Spiele.
Für deutsche Basketball-Fans ist Nanjis Fall ein faszinierendes Beispiel für unkonventionelle Karrierewege. Ein NBA-Draft-Pick kehrt ins College zurück, nachdem die europäische Top-Liga nicht die erwarteten Chancen geboten hat. George Mason ist zwar nicht Baylor, doch für einen Center mit dem Alter und der Entwicklungszeit vor ihm könnte ein Umfeld mit mehr Spielzeit durchaus sinnvoll sein. Interessant wird, ob andere ehemalige NBA-Picks diesem Weg folgen, oder ob Nanjis Fall ein isoliertes Phänomen bleibt.