US-Politiker fordern WNBA zu Schutzmaßnahmen für Clark auf
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US-Politiker fordern WNBA zu Schutzmaßnahmen für Clark auf

Eine Gruppe von elf republikanischen Abgeordneten hat die WNBA-Kommissarin Cathy Englebert in einem Brief aufgefordert, die Liga müsse sich der "mehrfachen Angriffe" auf Caitlin Clark annehmen. Angeführt wird das Schreiben von August Pfluger aus Texas. Die Politiker bezeichnen Clark als "das Gesicht der Liga" und würdigen ihre Rolle bei der Steigerung von TV-Quoten, Fan-Interest und neuen Sponsoring-Deals. Gleichzeitig dokumentieren sie eine Serie von Vorfällen: Hip-Checks, Augenpokes und einen Schlag gegen die Kehle während eines Spiels zwischen der Indiana Fever und den Phoenix Mercury am 24. Juni.

In diesem Spiel traf Mercury-Forward Alyssa Thomas Clark mit der Faust am Hals. Zunächst wurde kein Foul gepfiffen. Nach einer Überprüfung durch die Liga erhielt Thomas ein Flagrant Foul 2 und eine Spielsperre. Nach dem Vorfall wurde Thomas selbst Ziel von Online-Belästigung und erhielt Drohungen in sozialen Medien.

Die Abgeordneten äußern Besorgnis, dass die Attacken gegen Clark möglicherweise rassistisch motiviert sein könnten. Sie fordern die WNBA auf, die Spielerinnen vor Gewalt, Diskriminierung und Vergeltung zu schützen. Der Brief verlangt von Englebert und der Liga Antworten bis zum 24. Juli auf drei konkrete Fragen: Wie überprüft die Liga physische Gewalt auf dem Spielfeld? Wie hält sie Spielerinnen für überaggressives Verhalten zur Rechenschaft? Welche Maßnahmen ergreift sie gegen Online-Belästigung?

Die Fever erklärten nach ihrer Trainingseinheit in Los Angeles, sie seien unaware von dem Brief. "Unsere Organisation und Caitlin hatten keinen Kontakt zu dieser Kongressgruppe", hieß es in einer Stellungnahme. "Wir haben klar gemacht, dass Spielersicherheit für uns Priorität hat, und das werden wir weiter durchsetzen." Auch andere Trainer und Spielerinnen der Liga haben sich öffentlich über Inkonsistenzen bei der Spielleitung beschwert und mehr Klarheit bei der Kontrolle von Fouls gefordert.

Clark selbst nahm nach dem Vorfall mit Thomas deutlich Stellung. "Belästigung, Hass, das geht gar nicht", sagte sie am 3. Juli. "Das gilt für gegnerische Teams, für meine Teamkolleginnen, für meine Trainer. Es sollte nie eine Frage nach dem Charakter geben." Sie machte klar, dass solche Anfeindungen nicht zu akzeptieren seien, egal gegen wen sie sich richteten.

Für deutschsprachige Basketball-Fans zeigt sich hier ein grundsätzliches Problem professioneller Frauenligen: Die wachsende Aufmerksamkeit für Caitlin Clark hat der WNBA neue Fans und Sponsoren gebracht, gleichzeitig aber auch intensivere Debatten über Fairplay und Sicherheit entfacht. Was in den USA als politisches Thema eskaliert, könnte auch für die EuroLeague Women relevant werden, wo Schutzmaßnahmen gegen Gewalt und Online-Belästigung von Spielerinnen immer wichtiger werden. Clark repräsentiert einen Wendepunkt für Frauenbasketball: Die Aufmerksamkeit ist da, die Infrastruktur muss nachziehen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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