Der Atlanta Dream empfängt den Seattle Storm am Donnerstagabend in College Park, Georgia. Für die Dream geht es darum, eine fünfspielige Niederlagenserie zu beenden. Derzeit steht Atlanta mit einer Bilanz von 12-9 da, in der Eastern Conference sogar mit 7-3. Zuhause spielen die Dream stark: Sie haben dort eine 6-3-Bilanz. Seattle hingegen kommt mit 6-17 an und ist auswärts besonders anfällig, nur 2-9 in Road Games.
Die beiden Teams kennen sich bereits. Im Juni gewann Seattle den ersten Aufeinandertreffen mit 105-90, Flau'jae Johnson steuerte damals 24 Punkte bei. Doch seitdem hat sich einiges bewegt. Rhyne Howard bringt die Dream in den letzten zehn Spielen mit knapp 20 Punkten pro Spiel nach vorne. Im gleichen Zeitraum legte Hiedeman für Seattle deutlich zu und schießt aktuell mit 50 Prozent aus dem Feld, während sie durchschnittlich 17,6 Punkte macht.
Atlanta hat mit Brionna Jones und Aaliyah Nye zwei Spielerinnen mit Knieproblemen, Jones fällt aus, Nye ist fraglich. Seattle meldet keine Ausfälle. Offensiv sieht der Vergleich interessant aus: Atlanta wertet im Saisonschnitt 8,5 Dreier pro Spiel, Seattle erlaubt nur 8,0 und schießt selbst 8,9 aus der Distanz mit 34,2 Prozent. Im Rebound-Spiel haben die Storm sogar einen minimalen Vorteil, im Schnitt der letzten zehn Spiele sammeln sie 33,7 Rebounds gegen Atlantas 32,2.
Jordin Canada ist das Playmaking-Herz der Dream mit 11,2 Punkten und 7 Assists pro Spiel. Flau'jae Johnson führt Seattles Offense an mit 12,7 Punkten und 5,4 Rebounds. Die Dream haben in den letzten zehn Spielen immerhin 4 Siege geschafft, allerdings bei eher durchwachsenen Leistungen. Seattle steht nach sieben Niederlagen in den letzten zehn Spielen noch mehr unter Druck.
Für deutsche WNBA-Fans lohnt sich dieser Vergleich vor allem wegen der Offensive-Patterns. Während Atlanta versucht, durch Point Guard Canada zu spielen und Howard als Scoring-Punch zu nutzen, verlässt sich Seattle stärker auf Tiefenschüsse. Hiedeman könnte hier der Schlüssel sein, denn ihre aktuelle Form mit 50 Prozent aus dem Feld deutet an, dass der Storm besser wird. Allerdings ist eine 2-9-Bilanz auf Road Games nicht zu unterschätzen. Wer Atlantas Defensive Probleme sieht, könnte Seattle mit dem neuen Three-Point-Angebot stärker einschätzen als die Bilanz vermuten lässt.