LeBron James wählt neu: Wohin geht der King im Sommer 2026
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LeBron James wählt neu: Wohin geht der King im Sommer 2026

LeBron James teilt den Los Angeles Lakers mit: Nach acht Jahren ist Schluss. Der viermalige MVP wird sich im Sommer 2026 einen neuen Verein suchen, und erstmals seit seinem berühmten "The Decision" von 2010 steht er wieder vor einer echten Wahl. Dieses Mal könnte es "The Decision 4.0" werden, denn James wird als unrestringierter Free Agent auf dem Markt landen und die NBA wartet gespannt auf seine nächste Station.

Für den 41 Jahre alten Guard gibt es mehrere attraktive Optionen. Golden State Warriors stehen ganz oben auf der Liste. James kennt Stephen Curry und Draymond Green aus jahrelangen Rivalitäten, doch die beiden trafen sich beim Olympischen Turnier 2024 in Paris wieder und spielten dort unter Warriors-Coach Steve Kerr zusammen. Die Idee, dass James und Curry noch einmal ein tiefes Playoff-Run zusammen hinbekommen könnten, reizt beide Seiten. James war seit 2023 nicht mehr in den Western Conference Finals, Curry seit 2022. Praktisch spricht auch vieles dafür: James könnte in Südkalifornien bleiben, wo er mit seiner Familie lebt, und von dort aus zur Bay Area pendeln. Die Warriors sind eine etablierte Glamour-Franchise, die ihre Stars verwöhnt.

Doch die Realität in Golden State ist komplizierter. Die Warriors haben große Verträge für Curry und Neuzugang Jimmy Butler III auf den Büchern, dazu kommt dass Kristaps Porzingis gerade neu unterschrieben hat. James müsste eine erhebliche Gehaltskürzung akzeptieren. Sein Salary mit den Lakers lag zuletzt bei 48,7 Millionen Dollar, selbst die Mid-Level Exception würde deutlich weniger bedeuten. Das größere Problem aber ist das Alter des Teams. Der Western Conference wird vom aufstrebenden Oklahoma City Thunder und San Antonio Spurs dominiert, und eine Konstellation aus James, Curry (38 Jahre), Green (36) und Butler (36) müsste zunächst überhaupt gesund bleiben, um diese beiden jungen Powers zu schlagen. Die Warriors interessieren sich für einen Trade von Butler, um Anthony Davis von den Lakers zu holen, doch Washington lehnt bislang ab.

Die Cleveland Cavaliers spielen eine ganz andere Geschichte. James stammt aus Akron, Ohio, und sein Comeback 2014 war eine Heldenrückkehr, die beim Championship 2016 ihren Höhepunkt fand. Ein drittes Kapitel mit dem Franchise, das ihn 2003 mit der ersten Pick gedraftet hatte, würde narrativ perfekt passen. Eine volle Karriere in Cleveland zu beenden, mit all der emotionalen Last einer Heimkehr, lockt James. Die Cavaliers hätten vom Playmaking und der Playoff-Erfahrung des Kings profitiert, besonders nachdem sie von den New York Knicks gesweeped wurden.

Doch James wird auch Miami Heat, Denver Nuggets und Minnesota Timberwolves prüfen. Nach seinem Trade zu den Lakers 2018 und seinen Jahren in Miami 2010 bis 2014 kennt James verschiedene Franchisen und weiß, worauf es beim Zusammenpassen ankommt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob James sich wieder von Sentimentalität leiten lässt wie 2014 in Cleveland, oder ob er rein sportlich-pragmatisch entscheidet wie 2018 mit Hollywood.

Für deutsche Basketballfans ist James' Entscheidung weniger wegen der Spielweise relevant als vielmehr wegen des globalen Narrativs, das um den King kreist. Ob er zu den Warriors oder zu den Cavaliers geht, es wird eines der großen Stories der nächsten NBA-Saison. In der EuroLeague und in deutschen Clubs wird man das genau beobachten, denn solche Transfers definieren ein ganzes Jahrzehnt mit. Die Warriors hätten sportlich den größeren Appeal für einen Curry-James-Duo-Run, doch finanziell und altersgerecht wirkt Cleveland nachhaltiger. Wer LeBron folgt, wird sehen, welche Franchise-DNA sich durchsetzt.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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