Kelly Oubre Jr. hat sich mit den Indiana Pacers auf einen zwei Jahre laufenden Vertrag über knapp 17 Millionen Dollar geeinigt. Der Free Agent wechselt nach drei stabilen Jahren bei den Philadelphia 76ers nach Indianapolis, nachdem er die ersten acht Jahre seiner Karriere rastlos zwischen vier verschiedenen Teams umherwanderte.
Bei den 76ers hat Oubre seine Spielweise grundlegend umgestellt. Aus einem Score-first-Spieler wurde ein zuverlässiger 3-and-D-Forward, auf den sich Philadelphia verlassen konnte. In der vergangenen Saison erzielte er durchschnittlich 14,1 Punkte und 5,0 Rebounds pro Spiel, während er beeindruckende 36 Prozent von der Dreierlinie traf, sein Karriere-Bestwert. Über seine gesamte elfjährige NBA-Karriere hinweg kommt Oubre auf einen Schnitt von 13,3 Punkten pro Spiel.
Die Pacers bauen ihren Kader für einen neuen Anlauf zusammen. Die vergangene Saison endete für Indiana desaströs: Ein Rekord von 19 Siegen und 63 Niederlagen folgte auf die schwere Achilleszehenverletzung von Star-Guard Tyrese Haliburton, der sich die Verletzung in Spiel 7 der NBA Finals zugezogen hatte. Im Tausch für Center Ivica Zubac beim Trade Deadline musste Indiana allerdings einen Top-Five-Pick im diesjährigen Draft opfern. Mit Oubre haben die Pacers jetzt wenigstens einen produktiven Forward an Bord genommen, der sofort helfen kann.
Für deutsche NBA-Fans ist Oubreé Verpflichtung vor allem ein Zeichen für Indianas Ambitionen, schnell wieder wettbewerbsfähig zu werden. Mit Haliburton, Zubac und jetzt Oubre haben die Pacers ein interessanteres Kern-Setup als noch zu Saisonbeginn. Ob die Konstellation funktioniert und Indiana tatsächlich wieder zu den Kontender-Teams der Eastern Conference zählt, wird die kommende Saison zeigen. Fans, die die Pacers in der kommenden Spielzeit verfolgen, sollten auf die Chemie zwischen diesen drei Spielern achten.