Die NBA, anfangs noch Basketball Association of America genannt, entstand 1946. Erst ab der Saison 1970-71 teilte sich die Liga in Eastern und Western Conference auf. Seitdem bilden die Conference Finals das Halbfinale der NBA Playoffs, bevor zwei Best-of-Seven-Serien die Konferenzmeister ermitteln.
Die Conference Championship Trophies gab es lange Zeit nicht. Erst 2001 führte die NBA diese Auszeichnungen ein. 2022 kam dann eine Neugestaltung: Die Eastern Conference Trophy wurde nach Bob Cousy benannt, die Western Conference Trophy nach Oscar Robertson. Beide Spieler hatten maßgeblichen Anteil an der Gründung der National Basketball Players Association. Im gleichen Jahr verankerte die Liga auch die Conference Finals MVP Awards. Der Larry Bird Eastern Conference Finals MVP geht an den besten Spieler der Eastern Finals, der Magic Johnson Western Conference Finals MVP an den besten der Western Finals. Diese Ehrungen würdigen zwei Legenden, die die Liga in den 1980ern auf ein neues Level hoben.
Die Einzelleistungen in den Conference Finals lesen sich wie ein Who-is-Who der NBA Geschichte. Michael Jordan erzielte 1993 gegen die New York Knicks 54 Punkte in einem Spiel, was bis heute Rekord ist. Bei den Assists dominiert Kevin Loughery mit 16 Assists 1971 gegen die Knicks. Beim Rebound-Recordholder teilen sich Bismack Biyombo und Wes Unseld mit je 26 Rebounds den ersten Platz. Jimmy Butler, Paul George, Scottie Pippen und Julius Erving haben alle sechs Steals in einem Spiel schafft, Caldwell Jones sicherte sich 1978 acht Blocks.
Wer den Ball von der Distanz werfen konnte, profitierte davon ebenfalls. Ray Allen stellte 2001 mit neun verwandelten Dreipunktern einen Rekord auf. Bei den Freiwürfen zeigt sich LeBron James zweimal mit 18 getroffenen Würfen an der Spitze, 2012 gegen Boston und 2009 gegen Orlando. In ganzen Serien dominierte LeBron 2009 gegen Orlando Magic mit 38,5 Punkten pro Spiel, während Rajon Rondo 2012 gegen Miami Heat mit 11,3 Assists pro Partie glänzte. Wes Unseld setzte 1971 gegen die Knicks mit 19,3 Rebounds pro Spiel einen bis heute gültigen Rekord.
Team-Rekorde zeigen manchmal noch beeindruckendere Nummern. Die Detroit Pistons schossen 1987 gegen Boston 145 Punkte in einem Spiel. Am dominantesten war ein Spiel 2017, als die Cleveland Cavaliers die Boston Celtics mit 130:86 zerlegt haben, eine Differenz von 44 Punkten.
In der aktuellen Erfolgsliste führen die New York Knicks die jüngsten Conference Finals an. Sie schlugen 2026 die Cleveland Cavaliers 4:0 und fahren damit zu den NBA Finals. In der Saison davor holten sich die Indiana Pacers den Titel gegen die Knicks mit 4:2. Die Boston Celtics dominierten 2024 gegen Indiana mit 4:0. Die Miami Heat bezwangen 2023 Boston in sieben Spielen, nachdem die Celtics 2022 die Heat 4:2 niedergemacht hatten.
Ballports-Take: Die Conference Finals sind für Basketball-Fans das Spannendste, was die NBA zu bieten hat. Mit dem neuen MVP-Award seit 2022 würdigt die Liga endlich die Leistungen dieser finalen Konferenzbattles angemessen. Wer diese Serie im Auge behält, verpasst nicht nur die besten Einzelleistungen, sondern lernt auch, welche Teams im Frühjahr wirklich liefern wenn es zählt. Die Knicks sind derzeit auf gutem Weg, deutsche Fans können die Finals gespannt erwarten.