Jayson Tatum hat sich erstmals öffentlich zu Jaylen Browns Abgang von den Boston Celtics geäußert. Der Trade, der Brown zu den Philadelphia 76ers brachte, im Gegenzug erhielten die Celtics Paul George sowie zwei First-Round-Picks, hatte viele überrascht. Tatum sprach bei einer Buchpräsentation über das Ende einer neunjährigen Partnerschaft, die ihm selbst "weird" vorkommt.
Die beiden waren zusammen zweimal in den NBA Finals und gewannen einen Championship. "You play on a team with a guy for nine years", sagte Tatum und reflektierte, wie seltsam es ist, dass dies plötzlich vorbei sein soll. Der Guard beschrieb den Abschied als "abrupt ending", betonte aber zugleich, dass die gemeinsamen Jahre erfolgreich waren und Brown viel für die Stadt und Organisation geleistet habe.
Tatum kam auch auf die emotionale Seite des Geschäfts zu sprechen. Im NBA-Business könne man denken, man sei sein Leben lang mit jemandem zusammen, und dann erfahre man eines Tages, dass die Person nicht mehr da ist. "We're all humans. We feel all those emotions", sagte er und beschrieb damit ein Phänomen, das im modernen Basketball alltäglich ist, aber nicht weniger verletzend wirkt.
Celtics-Präsident Brad Stevens hatte den Trade damit begründet, dass die Franchise mehr Flexibilität brauchte. Mit den kombinierten Gehältern von Tatum und Brown war dies kaum möglich. Tatum signalisierte dennoch Bereitschaft, mit den Neuzugängen Paul George, Mike Conley und Mitchell Robinson zu arbeiten und die Mannschaft voranzubringen.
Für deutsche Basketball-Fans, die die Celtics oder Tatum verfolgen, zeigt sich hier ein wichtiges Realitäts-Prinzip der NBA: Selbst langjährige, erfolgreiche Partnerships enden aus reinen Geschäftsgründen. Tatum bleibt die Figur des Franchise, aber mit einer vollständig neuen Konstellation. Ob die Neuzugänge die Chemie der Championship-Teams ersetzen können, wird sich schnell zeigen. Fans sollten die kommende Saison genau beobachten, denn ein disrupted Team muss sich erst wieder finden.