NASHVILLE, Tennessee - Die Tennessee Titans haben Jeffery Simmons diese Offseason mit einer Vertragsverlängerung belohnt, die ihn zum bestbezahlten Interior Defensive Lineman der NFL-Geschichte macht. Nach einer Saison mit career-high 11 Sacks und seiner ersten All-Pro-Auszeichnung unterschrieb der DT einen Dreijahresvertrag über 105,8 Millionen Dollar mit einem Jahresgehalt von 35,27 Millionen. Jetzt trifft Simmons auf Neu-Coach Robert Saleh, dessen Defensive-Line-Philosophie perfekt zu seinen Stärken passt.
Saleh arbeitet mit Rotationen entlang der Front Four. Das Konzept ist simpel: Die Defensive Linemen spielen weniger Snaps, bleiben dadurch frischer und können auf jedem einzelnen Rep ihre maximale Kraft abrufen. Simmons hatte in der Vergangenheit durchschnittlich 81% der Snaps seit 2020. Das soll sich ändern. "Der Punkt der Rotation ist, sicherzustellen, dass Jeffery Simmons bereit ist für den One-on-One, wenn wir ihn brauchen", sagte Saleh beim Minicamp. "Third Down, Two-Minute-Drill, einfach sicherstellen, dass er frisch ist, bereit und bereit, jede letzte Faser seines Körpers einzusetzen und diesen One-on-One zu gewinnen."
General Manager Mike Borgonzi hat mit Saleh zusammen verstärkt. Die Titans tradeten Defensive Tackle T'Vondre Sweat zu den New York Jets für Defensive End Jermaine Johnson II, um die Outside Pass Rush zu verbessern. Dann kamen Free Agents wie John Franklin-Myers, Solomon Thomas, Jordan Elliott und Jacob Martin hinzu. First-Round-Pick Keldric Faulk (Nr. 31 Overall) vervollständigte das Puzzle.
Simmons selbst sieht die neue Situation als Chance. Der achtjährige Veteran hat seine Ernährung beibehalten und arbeitet an seiner explosivsten Form. Er schnitt Körperfett ab, baute Muskulatur auf und hat sogar eine Aufräumsurgerie am rechten Ellbogen hinter sich, die es ihm endlich ermöglicht, seinen Arm vollständig zu strecken - etwas, das er in den letzten zwei Saisons nicht konnte. "Ich möchte die Mentalität haben, ›Coach, ich könnte noch mehr spielen‹", sagte Simmons beim Minicamp. "Mit dem Weg, wie ich trainiere, wie ich meinen Körper vorbereitete, möchte ich ihm zeigen, dass ich vielleicht sechs Plays statt vier spielen könnte."
Saleh betonte, dass Simmons nicht über die Rotation hinauswächst. "Wenn er 50 Plays von 60 macht, macht er es falsch", sagte der Coach. Doch First-Round-Pick Keldric Faulk bekam schon einen Vorgeschmack auf Simmons' Mentalität. "Er kommt zur Sideline und gibt mir Perspektive auf Dinge, die ich besser machen könnte", sagte Faulk. "Er sagte mir, ich muss meinen Fuß in den Boden pflanzen und dann wieder reinkommen. Das sind Dinge, die ich auf dem Feld nicht sehe, die er sieht." Defensive Line Coach Aaron Whitecotton fasste es zusammen: "Er gibt der Defense den Ton vor."
Für deutsche Fans, die die Titans folgen, ist das eine gute Nachricht für Simmons' Fantasy-Value. Eine reduzierte Snap-Anzahl klingt negativ, bei Saleh bedeutet es aber höhere Intensität und bessere Matchups für explosive Plays. Simmons sah letzte Saison sein career-high in Sacks - mit weniger Einsatzzeit könnte sein Efficiency-Wert sogar steigen. Die Kombination aus der neuen Defensive-Line-Rotation, seiner verbesserten physischen Verfassung und der Ellbogen-Operation macht ihn zu einem Sleeper für noch bessere Zahlen.