Drake Maye hat sich in Fenway Park blicken lassen, und zwar auf ungewöhnliche Weise. Während Noah Kahan sein erstes von vier Konzerten in Boston für seine "The Great Divide Tour" spielte, baute der Folk-Star eine Skit ein, in der er an einer Telefonzelle auf der Bühne stand. Als er den Hörer abnahm, trollte er erst einmal den kanadischen Rapper Drake. "Hallo? Drake? Ich dachte, du wurdest cancelled oder Kendrick Lamar hat dir eins ausgewischt, warum rufst du mich an?", sagte Kahan, während die Fans in Fenway Park perplex reagierten. "Naja, ich bin dankbar, dass du zum Konzert kommst, denke ich."
Doch die Zuschauer sollten sich täuschen. Es war ein anderer Drake. "Falscher Drake, Bruder. Das ist Drake Maye", sagte der New England Patriots Quarterback, der auf der Videowand erschien. Die Fans jubelten. "Ich wollte dir nur willkommen heißen in Boston, hier in Fenway Park. Ich höre, dass die Menge rockt. Du bist ein Kerl. Go Pats." Kahan beendete die Skit-Nummer mit einem "Go Patriots!" und leitete damit nahtlos zu seinem Song "She Calls Me Back" vom dritten Album "Stick Season" von 2022 über.
Maye ist nicht der erste Star-Athlet, der 2026 bei Konzerten auftritt. Brian Urlacher, ehemaliger Linebacker der Chicago Bears, Vikings Hall of Famer Jared Allen und Indiana Fever Star Caitlin Clark sind alle zusammen mit Morgan Wallen bei dessen "Still the Problem Tour" auf die Bühne gegangen, jeweils in unterschiedlichen Städten (Chicago, Minneapolis, Indianapolis).
In der Saison 2025 warf Maye für die Patriots 4.394 Yards und 31 Touchdowns. Damit führte er New England bis zu Super Bowl LX, wo die Patriots allerdings den Seattle Seahawks mit 29:13 unterlagen.
Für deutsche Football-Fans ist das vor allem eine unterhaltsame Reminiszenz daran, dass Drake Maye sich in seiner ersten Saison als Patriots-Quarterback etabliert hat und die Fanbase begeistert. Mit über 4.300 Passing Yards und 31 Touchdowns in der Regular Season zeigt der Rookie, warum er zur Nummer eins gepickt wurde. Dass er jetzt auch im Entertainment-Bereich seinen Weg in Boston findet, spricht für die Strahlkraft, die gute Quarterbacks über den Platz hinaus haben.