Broncos wollen ihre Offensive unter Payton neu aufbauen
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Broncos wollen ihre Offensive unter Payton neu aufbauen

Sean Payton hat sich selbst vom Playcalling abgelöst. Stattdessen übernahm Davis Webb, der bisherige Quarterbacks Coach, die Rolle des Offensive Coordinators und Primary Playcallers. Das ist kein radikaler Bruch, sondern eher eine Verschiebung. Webb kennt Paytons Philosophie genau und setzt sie um, nur eben mit kleinen Anpassungen hier und dort. Es bleibt eine Sean-Payton-gecoachte Offensive, nur dass Webb jetzt die Calls macht.

Der Grund für diese Umorganisation liegt auf der Hand. Die Broncos gewannen 2025 zwar elf Spiele und teilten sich die beste Regular-Season-Bilanz der NFL mit den New England Patriots. Aber elf dieser elf Siege kamen in One-Score-Games, also in knappen Spielen. Das ist für Payton ein Warnsignal. "Es tut weh, aber man muss von vorne anfangen", sagte er beim NFL Combine. "Diese engen Spiele hätten in die andere Richtung gehen können." Sein offensives Arsenal war zwar nicht hoffnungslos, aber auch nicht überzeugend. Die Broncos rangierte beim Scoring 14. in der Liga mit 23,6 Punkten pro Spiel. Quarterback Bo Nix landete 15. in der OBR mit 58,3. Die Receiver-Gruppe war dünn besetzt: Nur Courtland Sutton schaffte es in die Top 62 der Liga beim Yards-pro-Spiel-Ranking. Und das Laufspiel? J.K. Dobbins führte mit 232 Yards Vorsprung zum nächsten Spieler, spielte aber nur neun reguläre Saisonspiele wegen einer Fußverletzung.

Webbs Fokus liegt jetzt auf Tempo. Payton bestand darauf, dass Webb beim Practice mit den Backup-Quarterbacks exakt auf den Down-to-Down-Rhythmus achtete. Der Plan: Nix die beste Möglichkeit geben, die Defense zu lesen, bevor die Play Clock abläuft. Nix selbst konnte sein Feldtraining im Offseason begrenzen, weil er sich von einer zweiten Fußoperation im April erholt.

Zur Offensive Structure kommt jetzt Jaylen Waddle ins Spiel. Die Broncos holten den Wide Receiver in einem marquee Trade, und seine Geschwindigkeit und Explosivität bringen ein Element, das der Offense in den letzten Jahren gefehlt hat. Waddle könnte Denver auch zu noch mehr Three-Wide-Sets treiben. 2025 spielten sie solche Formationen 63 Prozent der Zeit, den 11. höchsten Wert der NFL. Mit Waddle dürfte dieser Anteil steigen. Er wird auf jeden Fall Targets umverteilen, denn Sutton und Troy Franklin hoben sich deutlich ab: Sie sammelten 124 und 104 Targets, während alle anderen unter 52 blieben.

Aber Waddle allein reicht nicht. Das Tight-End-Spiel muss produktiver werden. Evan Engram fing 50 Pässe, aber sein einziger Touchdown-Catch kam in Week 5. Der Rest der Tight Ends kombinierte für zwei Touchdowns in der regulären Saison. Das ist inakzeptabel. Denver re-signte Adam Trautman und Nate Adkins, draftete NC State's Justin Joly in der fünften Runde und Utah's Dallen Bentley in der siebten, und holte sich auch noch Caleb Lohner aus dem 2025 Draft zurück, dessen Offseason-Progress Payton lobte.

Für DACH-Football-Fans heißt das: Die Broncos bauen eine Defense-Heavy-Offense mit kleinen aber wichtigen Justierungen. Waddle ist der Headline-Trade, aber die Arbeit hinter den Kulissen — besseres Playcalling-Tempo, mehr TE-Produktivität, stabileres Laufspiel — könnte die größere Wirkung haben. Bo Nix im Fantasy Draft wird interessant: Mit Waddle und einer funktionierenderen Offense steigt sein Ceiling deutlich, aber er muss erst wieder auf dem Platz beweisen, dass die Knöchelverletzung keine langfristigen Probleme mit sich bringt. Die Broncos sind keine Elite-Offensive auf dem Papier, aber eine mit viel mehr Potenzial als 2025.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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