Ty Simpson trinkt aus dem Feuerrohr bei den Rams
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Ty Simpson trinkt aus dem Feuerrohr bei den Rams

LOS ANGELES - Die ersten Wochen als NFL-Profi fühlen sich für Ty Simpson wie ein Überflutungsangriff an. Der Quarterback der Los Angeles Rams, im April an Position 13 gedraftet, vergleicht das Offseason-Programm mit seiner Zeit als College-Freshman. "Du schaust dir alles an und versuchst, es gleichzeitig zu verstehen", sagte Simpson während der OTAs. "Der Quarterback führt das Spiel hier an, genau wie ich es mag. Aber du musst diszipliniert sein und aufs Detail achten."

Dass Simpson mit Matthew Stafford und Stetson Bennett IV trainiert, empfindet er als Privileg. Stafford war in der vergangenen Saison MVP und zeigt dem jungen Quarterback täglich, worauf es ankommt. "Alles, was er tut, ist so bewusst und durchdacht", sagte Simpson. "In dem Raum mit ihm zu sein, ist ein Segen. Ich kann ihnen beiden nicht genug danken, dass sie meine ganzen Fragen beantworten. Wahrscheinlich nerve ich sie mit meinem ständigen Fragen-Stellen, aber es hilft mir extrem weiter."

Auf dem Platz bekam Simpson bislang weniger Reps, das meiste Lernen passiert im Klassenzimmer und im Filmraum. Head Coach Sean McVay betont, dass es in dieser Phase um Fundamentals geht. "Es geht darum, wie du Plays kommunizierst", erklärte McVay. "Du musst die Plays sehen, während du sie aufrufst, sonst kannst du in dieser Offense keine Plays ansagen. Wie klingt deine Stimme? Welche Betonung nutzt du? Wie sieht deine Mechanik aus, bevor der Snap kommt?"

Offensive Coordinator Nate Scheelhaase ist mit Simpsons Einsatzwille begeistert. "Von Tag eins an sieht man, dass er trainierbar ist und arbeiten will", sagte Scheelhaase. "Er kommt früh, bleibt lange. Das musst du auf dieser Position tun."

Die echte Prüfung kommt im Training Camp. Stafford wird mit 38 Jahren in seine 18. NFL-Saison gehen und bekommt ein modifiziertes Trainingsprogramm, außerdem verzichtet er auf die Preseason-Spiele. Das bedeutet: Simpson und Bennett bekommen massiv mehr Reps. Jimmy Garoppolo war die letzten zwei Saisons der Backup und hat nicht neu unterschrieben. Eine Verpflichtung eines erfahrenen Quarterbacks ist aktuell kein Thema für McVay, weshalb der Kampf um die Backup-Position zwischen Simpson und Bennett spannend wird.

Für deutsche Football-Fans, die Stafford und die Rams verfolgen, wird es interessant, wie Simpson sich in den nächsten Wochen entwickelt. Mit weniger Konkurrenz auf der Backup-Position und deutlich mehr Reps im Training Camp könnte der 13. Pick der Draft-Klasse schneller reife Entscheidungen treffen müssen als erwartet. Die Rams investieren bewusst in die Entwicklung, was bedeutet, dass Simpson länger Zeit bekommt, aber auch unter Druck steht. Im Idealfall wird aus dem "Fire Hydrant"-Gefühl bis zum Training Camp echte Handlungssicherheit.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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