Coffey trifft zum Sieg der Lynx in Phoenix
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Coffey trifft zum Sieg der Lynx in Phoenix

Die Minnesota Lynx haben sich am Dienstagabend in Phoenix mit 88:84 gegen die Mercury durchgesetzt. Das Spiel entschied sich in den letzten 26 Sekunden, als Nia Coffey einen offenen Dreier versenkte zum 87:83. Zuvor hatte Rookie Olivia Miles mit einem gezielten Drive die Defense auseinandergerissen und Coffey freigelegt. Miles war danach überall präsent, schnappte sich einen Rebound nach einem verschossenen Phoenix-Dreier und traf einen ihrer zwei Freiwürfe zum Endstand mit 13,2 Sekunden verbleibend.

Minnesota zeigte dabei bemerkenswerte Stabilität ohne seine beste Spielerin. Natasha Howard steuerte 14 Punkte und 11 Rebounds bei, Coffey kombinierte 13 Punkte mit 10 Rebounds, Kayla McBride erzielte 14 Punkte. Courtney Williams und Emma Cechova kamen jeweils auf 11 Zähler. Miles als einziger Rookie im Setup zeigte mit 13 Punkten, sechs Rebounds und sieben Assists, dass Minnesota eine funktionierende Struktur hat auch ohne seine MVP-Kandidatin Napheesa Collier.

Phoenix wirkte dabei zerissen. In der ersten Hälfte dominierte die Mercury mit 45:41 durch aggressive Außenschuss-Quoten: sieben der 14 Feldtore kamen von hinter der Dreierlinie. Kahleah Copper führte das Team mit 13 Punkten an, DeWanna Bonner steuerte 12 Zähler bei. Im zweiten Durchgang kollabierte Phoenixs Perimeter-Spiel völlig. Nur noch zwei Dreier aus dem Feld trafen, während die Mercury deutlich abhängiger von der Free-Throw-Linie wurde.

Coppers 30 Punkte reichten am Ende nicht aus. Sie traf 9 von 21 Würfen und war bei den Freiwürfen mit 10 von 13 Versuchen hocheffizient. Bonner kam auf 16 Punkte, Alyssa Thomas orchestrierte das Spiel mit acht Assists. Natasha Mack holte 10 Rebounds. Phoenix versenkte 23 von 33 Freiwürfe, zeigte aber zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive wenn die Dreier nicht fielen.

Die Abwesenheit von Collier wiegt schwer. Die Forward/Guard musste sich im März einer Knöcheloperation unterziehen, vorher war bereits im Januar eine Operation am rechten Knöchel erfolgt. Collier wird mindestens bis Anfang Juni ausfallen. Dass die Lynx trotzdem gegen ein Team wie Phoenix triumphieren, spricht für die Tiefe des Kaders und die Fähigkeit des Teams, in kritischen Momenten die richtigen Spieler freizuspielen. Minnesota reist am Donnerstagabend nach Dallas, Phoenix muss Freitag die Chicago Sky empfangen.

Ballports-Take: Dieser Sieg ist wichtiger als das Endergebnis vermuten lässt. Die Lynx demonstrieren, dass sie auch ohne ihre beste Spielerin nicht zusammenbrechen, und Miles als Rookie entwickelt sich zum Spielmacher in Crunchtime. Deutsche Basketball-Fans sollten diese Mannschaft im Auge behalten, weil sie zeigt, wie systematisches Aufbauspiel unter Druck funktioniert. Phoenix wirkt dagegen trotz Coppers Einzelleistung unausgewogen und wird gegen strukturierte Defense unter Zeitdruck weiter anfällig sein. Für Fantasy-Basketball-Spieler gilt: Miles steigt im Wert, Coffeys clutch-Gene sind dokumentiert, und Colliers Rückkehr wird ein massiver Boost für Minnesota.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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