Wembanyama verfehlt den Sieg, Knicks bezwingen Spurs in Finals
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Wembanyama verfehlt den Sieg, Knicks bezwingen Spurs in Finals

Die New York Knicks stehen zwei Siege entfernt von ihrer ersten Meisterschaft seit 1973. In San Antonio gewannen sie Spiel zwei der NBA Finals mit 105:104 gegen die Spurs, nachdem Victor Wembanyama in den letzten Sekunden den entscheidenden Jump Shot verfehlte.

Jalen Brunson machte den Unterschied in der Schlussphase. Mit 9,5 Sekunden verbleibend traf er einen Freiwurf zum 105:104, nachdem Wembanyama kurz zuvor einen Ballverlust begangen hatte. Die Spurs hatten den Knicks noch alles abverlangt: von einem 12-Punkte-Rückstand zur Mitte des vierten Viertels kämpften sie sich zurück und gingen durch einen Three-Point-Play von Wembanyama mit 57 Sekunden noch in Führung. Dann drehten die Knicks die Partie erneut, und beim letzten Versuch der Spurs war es vorbei. Wembanyamas Jumper von der Distanz verfehlte die Korbanlage.

Es war ein Spiel zweier Hälften für den Spurs-Superstar. Nach einer ruhigen ersten Hälfte explodierte Wembanyama offensiv und erzielte am Ende 29 Punkte. Für die Knicks war es die zweite Auswärtsleistung in diesem Finals-Duell, und damit sicherten sie sich ein historisches Resultat: Die New York Knicks sind erst das dritte Team überhaupt, das die ersten beiden Finals-Spiele auswärts gewonnen hat. Nur die Chicago Bulls 1993 um Michael Jordan und die Houston Rockets 1995 mit Hakeem Olajuwon schafften das zuvor. Beide Teams gewannen ihre jeweiligen Meisterschaften. Die Bulls brauchten dafür sechs Spiele gegen die Phoenix Suns, die Rockets fegten die Orlando Magic von der Matte, nachdem sie die ersten beiden Spiele in Florida gewonnen hatten.

Karl-Anthony Towns war mit 21 Punkten und 13 Rebounds für New York dominant, Brunson und Mikal Bridges steuerten je 20 Punkte bei. Die Knicks fahren damit eine Siegesserie von 13 Spielen in Folge ein, die zweitlengste in der NBA-Playoff-Geschichte. De'Aaron Fox scorte 20 für San Antonio.

Die Serie verlegt sich nun nach New York. Spiel drei findet Montagabend im Madison Square Garden statt, und die Ticketpreise explodieren. Auf dem Sekundärmarkt werden selbst für die schlechtesten Plätze bereits fast 9.000 Dollar pro Karte verlangt. Knicks-Fans sind bereit, jeden Preis zu zahlen, um dabei zu sein, wenn ihr Team die erste Meisterschaft in 53 Jahren näher rückt. Präsident Donald Trump, ein gebürtiger New Yorker, plant, zum Spiel zu kommen.

Ballports-Take: Die Knicks befinden sich in einer historischen Position. Wenn sie die Serie so dominieren wie bisher, könnte New York tatsächlich eine Meisterschaft nach Hause bringen, die die Stadt seit der Pre-Stern-Ära wartet. Für europäische Basketball-Fans ist das ein wichtiger Moment: Die NBA Finals sind nicht nur Showdown zwischen zwei Teams, sondern auch kulturelle Events. Wembanyama zeigt sein immenses Talent, muss sich aber die Frage gefallen lassen, ob er in den entscheidenden Momenten bereit ist. Die nächsten zwei Spiele werden zeigen, ob die Knicks tatsächlich die mentale Stärke besitzen, die großen Dynastien auszeichnet.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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