Henry Ruggs III wird nicht freigelassen. Die Nevada Board of Parole Commissioners lehnte seinen Antrag auf vorzeitige Entlassung ab, knapp fünf Jahre nach dem Unfall, der sein Leben und das einer anderen Person zerstörte.
Am 2. November 2021 raste Ruggs mit seinem Sportwagen durch Las Vegas. Die Geschwindigkeit: bis zu 156 km/h innerhalb der Stadt. Er prallte auf das Auto von Tina Tintor, die nur 23 Jahre alt war. Sie starb bei dem Unfall, ebenso ihr Hund Max. Ruggs war zuvor im TopGolf gewesen, einer Sportbar in Las Vegas, bevor er sich hinter das Steuer setzte.
Die Blutalkoholkonzentration, gemessen innerhalb der erforderlichen zwei Stunden nach dem Crash, lag bei 0,16 Prozent. Im Mai 2023 gestand Ruggs schuldig: fahrlässige Tötung unter Alkoholeinfluss und fahrlässige Tötung mit Fahrzeugbeteiligung. Im August 2023 erhielt der ehemalige First-Round-Pick der Oakland Raiders eine Freiheitsstrafe zwischen drei und zehn Jahren.
Nun bleibt er im Gefängnis. Die Bewährungskommission sieht keinen Grund, ihn freizulassen.
Ruggs war einmal einer der hoffnungsvollsten Wide Receiver in der NFL. Der Draft-Pick aus Arizona sollte die Raiders in die Zukunft führen. Stattdessen steht sein Name für eine der dunkelsten Geschichten des modernen American Football in Deutschland. Für deutsche Fans, die die NFL verfolgen, ist Ruggs eine Mahnung: Ruhm und Talent schützen nicht vor den Konsequenzen eigener Entscheidungen. Die Geschichte zeigt auch, wie die NFL mit ihren Spielern umgeht, wenn sie strafrechtlich verurteilt werden. Ruggs spielt nie wieder in der Liga.