Ngoy bleibt nach NBA-Draft bei Auburn
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Ngoy bleibt nach NBA-Draft bei Auburn

Narcisse Ngoy hat am Donnerstag klargestellt, dass er sich nicht von der NBA ablenken lässt. Die LA Clippers zogen den 57. Pick in der zweiten Runde des Drafts, doch Ngoy wird trotzdem nächste Saison für Auburn spielen. Das ist ungewöhnlich, aber regelkonform möglich.

Der Grund liegt in seinem Alter. Ngoy wird diesen Sommer 22 Jahre alt und war daher automatisch für den NBA-Draft berechtigt. Weil er bereits volljährig ist, behält er seine College-Eligibility. Er kann sich also zum Draft anmelden lassen und gleichzeitig weiterstudieren. "Ich bin dankbar für das Vertrauen der LA Clippers", schrieb Ngoy in den sozialen Medien. "Ich werde mein Commitment gegenüber der Auburn University erfüllen und freue mich darauf, das Auburn-Trikot in der Saison 2026-27 zu tragen."

Die Clippers werden alles dafür tun, dass Ngoy genau das tut. Der NBA-Club plant, ihn als Draft-and-Stash-Spieler zu behandeln, wie ESPN berichtet. Das bedeutet: Sie besitzen seine Rechte, während er in Auburn spielt, und werden ihn später holen, wenn er reif für die Profiliga ist. Draft-and-Stash ist normalerweise eine Strategie für internationale Spieler, die noch im Ausland trainieren. Mit Ngoy wird das Konzept nun auch auf amerikanische College-Spieler übertragen.

Das zeigt einen wichtigen Trend. Die College-Basketball-Gehälter sind in den USA deutlich gestiegen. Dadurch kommen immer mehr internationale Talente an amerikanische Unis, und Teams denken darüber nach, ihre jungen Spieler erst dort reifen zu lassen, bevor sie in der NBA durchstarten. Ngoy wäre damit der erste Spieler in der modernen Ära, der sich bewusst dafür entscheidet, nach seinem Draft unmittelbar wieder zum College zu gehen.

Ein anderer Fall zeigt die Grenze dieses Systems. Jack Kayil, ein in Deutschland geborener Guard, wurde von den New York Knicks an Position 39 gezogen. Er kann nicht mehr zum College zurück, obwohl er möchte, denn Kayil ist erst 20 Jahre alt und hat sich freiwillig zum Draft angemeldet. Damit verliert er automatisch seine College-Eligibility. Nur wer wie Ngoy die magische Altersgrenze überschritten hat, darf beide Wege gleichzeitig gehen.

Für deutsche Basketball-Fans ist Ngoys Entscheidung bemerkenswert, weil sie zeigt, wie flexibel die NBA-Draft-Regeln geworden sind. Ein talentierter Spieler kann sich jetzt strategisch anmelden lassen, um auf der großen Bühne wahrgenommen zu werden, und trotzdem noch ein Jahr im College bleiben, um sich weiterzuentwickeln. Das macht den Draft für international besetzte Teams wie die Clippers attraktiver, wenn es um langfristige Kaderplanung geht. Auburn bekommt ein Extra-Jahr mit einem Draft-Pick, Ngoy bekommt Zeit zum Reifen und die Clippers bekommen Rechte an einem Spieler, der noch nicht sofort einsatzbereit sein muss.

Originalquelle: ESPN / NCAAOriginal lesen →
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