Die NBA untersucht eine Auseinandersetzung zwischen Jalen Brunson und Zuschauern an der Seitenlinie während Game 1 der Finals. Der Knicks-Star war sichtlich verärgert über die Fans, während sein Teamkollege OG Anunoby kurz vor Spielende von der Freiwurflinie aus schoss. Mit noch 29,4 Sekunden auf der Uhr in New Yorks 105-95-Sieg über die San Antonio Spurs sprach Brunson mit Schiedsrichter Scott Foster, der das Schiedsrichter-Team leitete. Nach der Partie setzte er sich erneut mit Foster auseinander und wirkte immer noch frustriert. Brunson äußerte sich weder nach dem Spiel noch beim nächsten Trainingstreffen zu dem Vorfall.
Brunson dominierte Game 1 mit 30 Punkten, davon 13 allein im letzten Viertel ohne einen einzigen Turnover. Die Knicks drehten ein 14-Punkte-Defizit aus dem dritten Viertel und verlängerten ihre Playoff-Serie auf 12 aufeinanderfolgende Siege, von denen 11 im zweistelligen Bereich lagen. Diese Serie hat eine Plus-272-Punkt-Differenz generiert, die beste in der 80-jährigen NBA-Geschichte über alle Regular-Season- und Playoff-Spiele hinweg.
Parallel dazu sperrte die NBA einen Fan lebenslang, weil dieser während des Spiels auf dem Court war, um ein Selfie mit Spurs-Star Victor Wembanyama zu schießen. Eine zweite Person erhält ebenfalls eine lebenslange Sperre für ihre Rolle in diesem Incident. Die Liga reagiert damit auf verstärkte Kontrolle von Fanverhalten. Im Oktober hatte die NBA alle 30 Teams angewiesen, die Fan Code of Conduct durchzusetzen und Arena-Personal zu schulen, um Verstöße frühzeitig zu erkennen. Die Liga betont, dass Teams und Arenen die Regeln "entschieden durchsetzen" und kein Fehlverhalten dulden dürfen, das Spieler, andere Fans oder das Spiel selbst beeinträchtigt.
Ballports-Take: Das Brunson-Incident zeigt, wie angespannt die Atmosphäre in Finals-Spielen wird und wie nah Spieler den Zuschauern sind. Für DACH-Fans, die NBA-Finals verfolgen, ist das ein Reminder, dass solche Momente auch in einem globalen Publikum entstehen können. Die NBA schärft ihre Kontrolle nach Jahren von Fan-Eskalationen nach, was insbesondere bei Heimspielen wie in New York relevant ist. Brunson bleibt mit 30 Punkten ein absolut zuverlässiger Performer unter Druck, und die 12-Spiel-Siegesserie der Knicks ist derzeit die dominanteste Playoff-Serie in der modernen NBA.