Knicks stehlen Spiel 1 der Finals gegen San Antonio
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Knicks stehlen Spiel 1 der Finals gegen San Antonio

Game 1 der NBA Finals 2026 war ein defensives Schachspiel, das mehr an die 1990er Jahre erinnerte, als die New York Knicks zuletzt in den Finals standen, als an modernes Basketball. Die Knicks produzierten eine offensive Rating von 105.0 Punkten pro 100 Possession, was in der regulären Saison dieses Jahres nur Platz 30 bedeutet hätte. Die San Antonio Spurs schafften gerade mal 96.0, was sie in die Liga-Tiefe bei den Offensiven gedrückt hätte. Beide Teams kombiniert trafen nur 39 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld und 28 Prozent von der Dreierlinie. New York kam von 14 Punkten hinten zurück und gewann auswärts mit 105-95. Mit diesem Sieg setzen die Knicks ihre Siegesserie auf zwölf Spiele fort und benötigen nur noch drei weitere Siege für ihren ersten Titel seit 53 Jahren.

Das entscheidende Momentum kippte in der zweiten Hälfte des dritten Viertels, als die Spurs mit 65-51 führten. Karl-Anthony Towns war es, der die Wende einleitete. Mit Luke Kornet auf dem Platz statt Victor Wembanyama holte Towns zunächst Mikal Bridges auf der Seite, der einen Jumper senkte. Im nächsten Zug spielte Towns zu Landry Shamet zum Layup, der nur deshalb frei zum Korb kam, weil Wembanyama nicht mehr die Paint blockierte. Towns selbst folgte mit einem And-1-Layup vorbei an Kornet. Coach Mitch Johnson musste Wembanyama sofort zurück ins Spiel bringen.

Towns ließ sich davon nicht abbringen. Er schnappte sich einen Offensiv-Rebound über dem jungen Franzosen und erzielte einen weiteren Layup. Im nächsten Angriff offenbarte sich das große Dilemma der Spurs: Wembanyama war nominell auf Josh Hart angesetzt, wodurch der einstimmige Defensive Player of the Year an der Baseline patrouillieren konnte wie ein Safety im Football. Aber das öffnete Towns den Weg zum Korb. Als Hart mit dem Shot Clock im Rücken einen Semi-Contested Dreier über Wembanyamas ausgestreckten Arm werfen musste, sah das aus wie eine perfekte Verteidigung. Der Ball verfehlte den Korb. Doch ohne Wembanyama in der Paint hatte Towns plötzlich enormen Platz für sich. Er überwältigte Keldon Johnson bei einem erneuten Offensiv-Rebound und erzielte sein zweites And-1-Layup. Aus 14 Punkten Rückstand waren in weniger als vier Minuten nur noch zwei Punkte Deficit geworden.

Towns auf seinem höchsten Niveau kombiniert Kraft im Low Post mit einem zuverlässigen Dreier und einem neu entdeckten Playmaking-Instinkt. Die Spurs Wings wie Johnson, Devin Vassell und Julian Champagnie sind nicht groß genug, um ihn zu stoppen, und Kornet nicht schnell genug. Das lässt Wembanyama als den einzigen Spurs übrig, der Towns konsequent halten kann. San Antonio setzte Wembanyama in Game 1 häufiger auf Towns an als erwartet, aber ihr System funktioniert am besten, wenn Wembanyama als bester Backline Helper der Liga agiert, statt zu periphär zu stehen. Sie wollen ihn auf Hart haben. Towns aber bewies, dass er möglicherweise zu trickreiche ein Matchup für jeden anderen Spur ist.

Ballports-Take: Die Knicks haben das Finals-Spiel mit ihrer Offensive Balance gewonnen, nicht mit Dominanz. Towns ist der Schlüssel, und die Spurs haben mit ihrer Wembanyama-Platzierung ein echtes Problem. Für DACH-Fans, die diese Serie verfolgen, ist wichtig: Der große Unterschied zwischen Teams wird nicht in den glorreichen Dreiern entschieden, sondern in solchen Low-Post-Szenen, wo erfahrene Spieler wie Towns ihre Gegner zermürben. Game 2 wird zeigen, ob die Spurs taktisch nachjustieren können oder ob Towns weiterhin zur Achillesferse wird.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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