Nneka Ogwumike hatte gegen ihre alte Mannschaft einen großen Auftritt. Die Los Angeles Sparks gewannen am Mittwochabend gegen die Seattle Storm 88-83, und Ogwumike trug mit 24 Punkten, ihrer Saisonbestleistung, den größten Anteil daran. Die 33-Jährige spielte die vergangenen zwei Saisons in Seattle, bevor sie nach Los Angeles zurückkehrte. Nebenbei schnappte sie sich neun Rebounds und überholte damit Rebekkah Brunson auf der WNBA-Karriere-Rebounding-Liste. Sie steht jetzt auf Platz vier aller Zeiten.
Kelsey Plum war die stabilisierende Kraft für die Sparks. Die Point Guard verteilte 11 Assists und warf selbst 19 Punkte. Cameron Brink kam von der Bank und steuerte 15 Punkte bei, während Dearica Hamby 10 Rebounds holte. Los Angeles verbesserte sich mit dem Sieg auf 6-6.
Seattle zeigte ein anderes Bild. Die Storm verloren ihr siebtes Spiel in Folge und rutschten auf 3-11 ab. Alle fünf Starting-Spieler kamen in double figures: Natisha Hiedeman führte mit 16 Punkten an, gefolgt von Dominique Malonga mit 15, Flau'jae Johnson mit 14, Awa Fam mit 12 und Jordan Horston mit 11 Punkten. Das hätte eigentlich reichen müssen für einen Sieg.
Der entscheidende Moment kam in der vierten Minute. Chance Gray verwandelte 8:27 vor Schluss drei Freiwürfe in Folge und brachte die Sparks mit 72-70 in Führung. Danach ließ Los Angeles nicht mehr los. Mit noch 28,9 Sekunden zu spielen überprüfte der Coach der Sparks einen Defensive-Foul-Pfiff, nachdem Horston zum Korb gefahren war. Die Schiedsrichter hoben die Entscheidung auf, und Los Angeles behielt den Ball. Seattle versuchte noch eine schnelle Antwort, aber Hiedeman verfehlte von draußen. Plum machte den Sack mit zwei Freiwürfen 1,6 Sekunden vor Schluss zu.
Für deutsche Basketball-Fans ist Ogwumikes Rückkehr nach Los Angeles ein interessanter Plot. Sie war lange eine der dominantesten Spielerinnen der Liga und zeigt mit diesem Spiel, dass sie immer noch auf höchstem Niveau performt. Seattle hingegen befindet sich in einer Krise und muss schnell reagieren, um in den Playoffs noch eine Rolle zu spielen. Die Storm hatten mit fünf Spielern in zweistelliger Punktzahl alle Chancen, aber mangelnde Defensive Stabilität und Ballhandling in den Schlussminuten kosteten sie das Spiel.