Die Golden State Valkyries reisen zu den Seattle Storm, um ihre dreispielige Niederlagenserie auf der Straße zu beenden. Golden State steht mit 7-5 Spielen in einer soliden Position, während Seattle mit nur 3-11 Siegen deutlich Schwierigkeiten hat. Besonders bemerkenswert: Die Storm haben alle sechs ihrer Western-Conference-Spiele verloren und gehören zu den schwächsten Teams der Liga in dieser Phase der Saison.
Die Valkyries brachten beim letzten Aufeinandertreffen am 9. Mai eine dominante Leistung, als sie Seattle 91-80 besiegten. Janelle Salaun steuerte damals 20 Punkte bei und führte das Team zu diesem überzeugenden Sieg. Diesmal wird Golden State ohne Iliana Rupert auskommen müssen, die wegen einer Schwangerschaft für die Saison ausfällt.
Für Seattle wird es eng. Die Storm verlieren durchschnittlich zehn oder mehr Punkte in acht ihrer bisherigen Spiele und haben große Probleme, offensive Konsistenz zu finden. Flau'jae Johnson führt die Angreifer mit 11,8 Punkten und 5,4 Rebounds an, doch die Quote reicht hinten und vorne nicht. Natisha Hiedeman zeigt in den letzten zehn Spielen mit 15,4 Punkten eine gewisse Stabilität, kann das Team aber nicht allein tragen. Auf der Seite Golde States sind Gabby Williams mit 15,4 Punkten und Veronica Burton mit durchschnittlich 14,7 Punkten in der jüngeren Vergangenheit die Offensiv-Garanten.
Golden States Vorteil liegt auch in der Physikalität. Die Valkyries führen die Western Conference mit 9,5 Offensiv-Rebounds pro Spiel an, angeführt von Laeticia Amihere mit 1,9 pro Partie. Seattle hingegen lässt durchschnittlich 9,1 Dreier pro Spiel zu. Die Storm machen selbst 8,3 Dreier pro Spiel, was zeigt, dass Dreierwerfen ihre beste Waffe ist, Golden State aber defensiv in diesem Bereich anfällig ist.
In den letzten zehn Spielen verlaufen die Bilanz völlig unterschiedlich. Seattle ging 2-8 aus dieser Strecke hervor und gibt pro Spiel durchschnittlich 82,3 Punkte auf. Golden State dagegen steht bei 5-5 und hält die Gegner auf durchschnittlich 80,7 Punkte. Diese defensive Stabilität könnte der Schlüssel sein. Taina Mair fällt bei Seattle aus einer Trainer-Entscheidung heraus, Ezi Magbegor verletzt sich am Fuß.
Für deutsche Basketball-Fans ist diese Partie ein gutes Beispiel, wie extreme Unterschiede in der professionellen Liga aussehen. Golden State zeigt, wie man mit Rebound-Dominanz und defensiver Konsistenz auch in schwierigen Road-Phasen standhaft bleibt. Seattle befindet sich in einer klassischen Abwärtsspirale, in der sich schlechte Ergebnisse selbst verstärken. Das Spiel am Freitagabend wird wahrscheinlich ein einseitiges Duell, in dem Golden State seine Probleme löst und wieder zu Hause ankommt. Seattle muss dagegen hoffen, dass die nächsten Wochen eine Trendwende bringen.