Marshawn Lynch: Von Beast Mode zu Hollywood und MMA-Fotografie
← NewsNFL

Marshawn Lynch: Von Beast Mode zu Hollywood und MMA-Fotografie

Marshawn Lynch hat sich längst vom Footballfeld verabschiedet, doch der ehemalige Pro-Bowl-Running Back scheint in seiner Zeit danach rastloser zu sein als je zuvor. In den letzten Wochen hat Lynch eine beeindruckende Vielfalt an Projekten unter einen Hut bekommen, die zeigt: Nach dem Sport kommt bei ihm nicht die Ruhe, sondern eine neue Karriere in mehreren Akten gleichzeitig.

Am 12. April feierte Staffel 3 der HBO-Serie "Euphoria" Premiere, und Lynch gehörte zur Besetzung. Es ist seine bisher größte Rolle in einer aufstrebenden Schauspielkarriere. Vorher hatte der Super-Bowl-Champion bereits eine Independent Spirit Award-Nominierung für Best Breakthrough Performance erhalten, für seine Rolle als Mr. G in der Komödie "Bottoms" aus dem Jahr 2023. Sein Euphoria-Kollege Adewale Akinnuoye-Agbaje beschrieb Lynch gegenüber der New York Times mit bewundernden Worten: Er habe eine natürliche Ausstrahlung, ein angeborenes Selbstbewusstsein, das einfach von ihm ausstrahle.

Doch schon während die Serie im Fernsehen lief, war Lynch auch anderswo präsent. Ende April besuchte er an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die Talladega Superspeedway in Alabama, um beim Ag-Pro 300 und beim Jack Link's 500 dabei zu sein, beide Rennen für 2026 geplant. Diese NASCAR-Ausflüge sind kein Zufall: Lynch hat sich zuvor bereits beim Daytona 500 in diesem Jahr Platz genommen.

Parallel zu seinen Schauspiel- und Rennstrecken-Aktivitäten arbeitet Lynch weiterhin als Fotograf. Im vergangenen Jahr dokumentierte er Szenen von NFL-Spielen vor der Linse. Jetzt expandiert er auch in den MMA-Bereich: Am Wochenende war er Fotograf bei der Kampfkarte von Most Valuable Promotions, angeführt von einem Duell zwischen Ronda Rousey und Gina Carano. Rousey und Lynch kennen sich bereits vom Reality-Format "Stars on Mars", wo sie gegeneinander antraten.

Wenn das alles noch nicht reichte, kam auch noch eine Netflix-Comedy-Roast hinzu. "Funny AF", die Serie des Comedians Kevin Hart, feierte am 27. April Premiere, und Lynch war einer der Geroas­teten. Der Mann, der im Football "Beast Mode" hieß, weil ihn kaum etwas abbremsen konnte, verfolgt offenbar auch außerhalb des Spielfelds eine ähnliche Strategie: immer in Bewegung, immer mehrgleisig unterwegs.

Ballports-Take: Lynch zeigt, wie ein Elite-Athlet seinen Namen und seine Ausstrahlung nutzen kann, um jenseits des Sports Fuß zu fassen. Für deutsche Fans ist interessant: Lynch ist nicht der Typ, der nach der Karriere verschwindet oder nur in seiner Sportblase bleibt. Er experimentiert, nimmt sich Zeit für verschiedene Projekte und hat dabei sichtlich Spaß. Das macht ihn auch für jüngere Spieler interessant, die sich fragen, was nach dem Football kommt. Gleichzeitig zeigt seine Omnipräsenz in den vergangenen Wochen auch, dass erfolgreiche Athleten ihre Reichweite nutzen können, um in komplett neuen Bereichen ernst genommen zu werden.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
← Alle News