Breece Hall und die Jets wollen endlich durchstarten
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Breece Hall und die Jets wollen endlich durchstarten

Breece Hall hat in seiner fünften Saison bereits elf verschiedene Quarterbacks, fünf offensive Koordinatoren und drei Head Coaches erlebt. Die Bilanz ist niederschmetternd: 22 Siege bei fast ebenso vielen Trainerwechseln. Nach der Unterzeichnung seines dreijährigen Vertrags über 43,5 Millionen Dollar macht Hall jetzt eine klare Aussage. Er fühle sich endlich in der richtigen Position, sagt der Running Back. Die Jets hätten die richtigen Leute geholt, das Team werde um ihn herum aufgebaut. "Ich glaube, das wird meine beste Saison", erklärt Hall.

Die Voraussetzungen dafür sind tatsächlich besser geworden. Geno Smith übernimmt die QB-Position von Justin Fields, und mit Tight End Kenyon Sadiq und Wide Receiver Omar Cooper Jr. haben die Jets zwei First-Round-Picks in die Offense integriert. Beide sollen dem Laufspiel Platz schaffen. Hall selbst bekommt mit durchschnittlich 14,5 Millionen Dollar pro Jahr den viertgrößten Vertrag für einen Running Back in der NFL. Das ist ein erhebliches Bekenntnis des Teams.

Doch Halls Statistiken werfen Fragen auf. Von 2022 bis 2025 rangierte er bei den Rushing Yards auf Platz 15 mit insgesamt 3.398 Yards. Das Problem ist fundamental: Niemand anders in den Top 15 hatte eine so niedrige Gewinnquote wie Hall mit 32,4 Prozent. Jonathan Taylor kam auf 43,4 Prozent, Tony Pollard auf 44,1 Prozent. Running Backs brauchen ein funktionierendes Team. Wenn ständig von hinten aufgeholt werden muss, sinkt die Anzahl der Carries automatisch. Hinzu kommen stacked boxes, schwache Quarterback-Leistungen und fragwürdiges Playcalling.

Halls Rookie-Saison zeigte sein echtes Potenzial. Seine explosive Run Rate betrug damals 18,8 Prozent, das heißt, jede fünfte seiner Carries brachte mindestens zehn Yards. Seitdem ist diese Quote nie über 12,4 Prozent gestiegen. Um seinen neuen Vertrag zu rechtfertigen, muss Hall auch wieder zu dieser Explosivität finden und die Dual-Threat-Qualitäten zeigen, die er 2023 und 2024 bewies, als er insgesamt 133 Receptions hatte.

Die Jets haben das Vertrauen in Hall ausgesprochen. Jetzt muss das Team liefern.

Ballports-Take: Hall verkörpert die Frustration eines Top-Talents, das von systemischen Problemen erdrückt wird. Mit Geno Smith, neuen Passcatchern und stabilerer Organisation könnte die 2025er-Saison tatsächlich ein Wendepunkt werden. Für Fantasy-Football-Manager ist Hall unter der Bedingung interessant, dass die Jets-Offense den erwarteten Sprung macht. Das Risiko bleibt real, die Aufwärts-Chancen sind aber höher als in den vergangenen Jahren. German fans, die das NFL-Chaos verfolgen, sollten die Jets-Saison beobachten: Sie ist ein Test, ob echte strukturelle Veränderungen funktionieren oder ob die Dysfunktion weitergeht.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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