Indiana-Fever-Spielerin Cunningham von Stalker belästigt
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Indiana-Fever-Spielerin Cunningham von Stalker belästigt

Sophie Cunningham von den Indiana Fever wurde über Monate hinweg von einem Mann aus Indiana verfolgt und bedroht. Kevin Singh, 48 Jahre alt, sitzt jetzt wegen Stalking, Einschüchterung und Belästigung in Haft. Die Anklage kam am Mittwoch, Singh wurde bereits am Dienstag verhaftet.

Cunningham berichtete den Ermittlern, dass sie deshalb häufiger zu Hause blieb und unter Albträumen litt. Erste Nachrichten von Singh erreichten sie im Februar. Im Laufe des Monats verschärfte sich sein Verhalten massiv, besonders nachdem die Fever-Sicherheit ihn kontaktiert hatte. Im April bombardierte Singh Cunningham mit dutzenden Nachrichten auf X, darunter explizite und bedrohliche Inhalte. In einer Nachricht schrieb er, sie würde nur wenige Straßen von ihm entfernt wohnen.

Nachdem die Fever Singh am 30. April ein Unterlassungsschreiben zustellten, setzte er die Belästigung fort. Im September 2025 eskalierte die Situation erneut. Singh lieferte persönlich ein Paket an der Heimspielstätte der Fever ab. Das Paket enthielt einen Brief und ein Guns-N'-Roses-T-Shirt, das mit Herrenkölnisch besprüht war.

Dies ist nicht der erste Überfall auf eine Fever-Spielerin. Cunninghams Teamkollegin Caitlin Clark wurde ebenfalls von einem Mann aus Texas stalkt, der 2024 zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wurde. Der Staatsanwalt von Marion County, Ryan Mears, betonte: "Die Vorstellung, dass sich jemand von einer Tastatur aus sicher fühlen kann, um andere einzuschüchtern und zu bedrohen, ist falsch. Wir werden jede Drohung ernst nehmen." Mears lobte zugleich Cunninghams Mut, die Sache öffentlich zu machen.

Dass sowohl Cunningham als auch Clark, zwei der prominentesten Spielerinnen der Fever, innerhalb kurzer Zeit Ziel solcher Anschläge wurden, zeigt ein strukturelles Problem im digitalen Zeitalter. Frauen im professionellen Sport werden nicht selten zu leichten Zielen für Online-Stalker erklärt. Die Fever und die WNBA haben ein ernstes Interesse daran, ihre Spielerinnen besser zu schützen. Für deutsche Basketball-Fans, die die Spielerinnen über soziale Medien verfolgen, ist dies auch ein Weckruf: Online-Grenzen sind wichtig, und das, was online beginnt, kann schnell offline werden.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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