Irv Charles verlässt die New York Jets und schließt sich den Seattle Seahawks an. Die Seahawks, Super-Bowl-Sieger der vergangenen Saison, holten den 29-jährigen Special-Teams-Spezialisten für einen bedingten Seventh-Round-Pick 2028. Für die Jets war Charles ohnehin keine Option mehr gewesen, da er die komplette Saison 2025 mit einer ACL-Verletzung ausfiel, die er sich in Week 14 gegen die Miami Dolphins zugezogen hatte.
Charles hatte sich 2024 als zuverlässiger Gunner auf den Special Teams etabliert und spielte insgesamt über 400 Snaps in diesem Bereich. Auf der Offensive kam der 1,93 Meter große Wide Receiver aus Penn State und Indiana (Pennsylvania) hingegen kaum zum Einsatz. In 53 Offensive Snaps über zwei Saisons verzeichnete er null Receptions und nur zwei Targets. Als undrafted Free Agent war Charles 2023 zu den Jets gestoßen und spielte in 25 Spielen.
Für Seattle ist die Verpflichtung eine logische Ergänzung ihres Kaders. Die Seahawks verfügten in der vergangenen Saison über die beste Special-Teams-Einheit der NFL laut ESPN Analytics. Coordinator Jay Harbaugh hatte bereits im Draft zugeschlagen und Kansas-Wide-Receiver Emmanuel Henderson Jr. in der sechsten Runde gezogen. Mit Charles bekommen die Seahawks nun noch ein weiteres Puzzle-Stück für ihren etablierten Special-Teams-Betrieb.
Ballports-Take: Für deutsche Fans, die die Seahawks verfolgen, ist das eher eine Rand-Notiz, zeigt aber die strukturelle Qualität des Franchises. Seattle investiert bewusst in Special Teams, wo Spiele oft entschieden werden. Charles wird sich von seiner Verletzung beweisen müssen, aber bei den Seahawks hat er mit der besten Special-Teams-Unit der Liga realistische Chancen, wieder auf dem Platz zu stehen. Die Jets wiederum räumen Platz im Roster für eine Neuausrichtung.