Die Seattle Storm reisen zu den Portland Fire, um eine desaströse Serie zu beenden. Mit einem 0-7 Rekord in Western-Conference-Spielen gehört Seattle zu den schwächsten Teams der Liga. Die Storm haben ihre letzten sechs Auswärtsspiele verloren und brauchen dringend einen Sieg, um Schwung ins Team zu bringen.
Portland ist nicht viel besser dran. Die Fire stehen mit 1-5 in der Conference nur unwesentlich besser da als Seattle. Im direkten Vergleich der Offensiven hat Portland einen kleinen Vorteil: Die Fire erzielen 81,5 Punkte pro Spiel und verschießen dabei 44,9 Prozent aus dem Feld. Seattle erlaubt im Schnitt 83,1 Punkte, liegt aber nur bei einer Quote von 40,5 Prozent. Das ist 5,4 Prozentpunkte unter dem Ligadurchschnitt und zeigt, dass die Storm in ihrer Schussgenauigkeit kämpfen.
Für die Storm ist vor allem die Defensive ein Lichtblick. Sie greifen 25,1 Defensive Rebounds pro Spiel ab, Dominique Malonga trägt hier mit durchschnittlich 4,7 Rebounds bei. Das ist der viertbeste Wert in der Western Conference. Bei Portland könnte es problematisch werden: In den letzten zehn Spielen haben die Fire nur 78,6 Punkte geschossen, während die Gegner durchschnittlich 86,2 erzielt haben.
Natisha Hiedeman ist die Führungsspielerin der Storm. Sie erzielt 14,7 Punkte pro Spiel und verteilt 4,2 Assists. Für Portland dreht sich vieles um Emily Engstler mit 9,2 Punkten und zwei Blocks pro Partie. Carla Leite hat in den letzten zehn Spielen durchschnittlich 13,2 Punkte gemacht. Flau'jae Johnson wirft zwar nur 1,3 Dreier pro Spiel, könnte aber als X-Faktor agieren.
Die beiden Teams treffen sich am Mittwoch zum ersten Mal in dieser Saison. Für Seattle könnte dieses Spiel der Wendepunkt werden, für Portland ein Chance, in der Conference endlich Tritt zu fassen. Die Storm haben eine 2-8 Bilanz in ihren letzten zehn Spielen, die Fire immerhin 4-6. Es ist ein Duell zweier angeschlagener Teams, bei dem der erste Sieg Gold wert sein könnte.
Für DACH-Basketball-Fans ist dieses Spiel eher von akademischem Interesse, da beide Teams derzeit in der WNBA kämpfen und weder über deutsche Spielerinnen noch über prominente europäische Talente verfügen. Allerdings zeigen solche Begegnungen, wie wichtig Kontinuität und fehlerfreies Basketball in der weltbesten Liga sind. Die Storm müssen ihre Schussgenauigkeit verbessern und ihre Defensive als Stabilisator nutzen, um wieder in die Spur zu kommen. Wer sich für starke Defensive Rebound-Teams interessiert, sollte auf Seattle achten.