Die Las Vegas Aces reisen zu den Phoenix Mercury, nachdem Kahleah Copper in der Niederlage gegen die Los Angeles Sparks eine beeindruckende Performance zeigte. Copper erzielte 41 Punkte, konnte den 111-102-Rückstand in der Verlängerung aber nicht verhindern. Die Mercury stehen mit 4-11 unter Druck, während die Aces mit 10-4 zu den stärkeren Teams der Western Conference gehören.
Die erste Begegnung dieser Saison endete deutlich: Phoenix gewann am 9. Mai mit 99-66 gegen Las Vegas. Damals führte Alyssa Thomas die Mercury mit 20 Punkten an, A'ja Wilson erzielte für die Aces 19 Punkte. Seitdem hat sich das Bild verschärft. Phoenix spielt eine schwache Serie mit 2-8 in den letzten zehn Spielen, werfen 41,4 Prozent aus dem Feld und erlauben ihren Gegnern durchschnittlich 87,2 Punkte pro Spiel. Las Vegas dagegen läuft heißer: 7-3 in den letzten zehn Spielen, 46,0 Prozent Feldwurf-Quoten und nur 88,2 Punkte Gegenschnitt.
Für die Mercury liegt die zentrale Aufgabe in der Defensive. Las Vegas punktet 90,2 Punkte pro Partie, 3,4 mehr als Phoenix zulässt, was bedeutet, dass die Aces dennoch eine erhebliche Gefahr darstellen. Wilson führt die Aces mit 25,6 Punkten pro Spiel an und holt 9,0 Rebounds. Chelsea Gray macht durchschnittlich 2,5 Dreier in den letzten zehn Spielen und liefert für Las Vegas eine gefährliche zweite Option.
Phoenix muss seine Ballverluste besser kontrollieren. Las Vegas gibt 13,0 Turnovers pro Spiel ab, gewinnt aber die Ballverlust-Schlacht in zwei von zehn Spielen. Alyssa Thomas bleibt mit 14,5 Punkten, 7,2 Rebounds und 8,1 Assists Phoenixs Anker. Copper muss seine 17,4 Punkte in den letzten zehn Spielen konsistenter werden. Die Mercury haben außerdem mit Sami Whitcombs Knieverletzung zu kämpfen. Bei den Aces fehlen Dana Evans, Chennedy Carter und Janiah Barker.
Für deutsche Basketball-Fans, die die WNBA verfolgen, ist das Aufeinandertreffen interessant, weil es zwei verschiedene Trajektorien zeigt: Las Vegas ist etabliert und sicher in den Playoffs, Phoenix kämpft noch um Relevanz. Coppers 41-Punkte-Leistung war ein Statement, aber eine Einzelleistung reicht nicht, um eine Serie zu drehen. Wilson und die Aces sollten Favoriten sein, wenn sie ihr aktuelles Niveau halten. Für Fantasy-Spieler: Coppers Scoring-Durchschnitt in den letzten zehn Spielen (17,4 Punkte) ist deutlich unter seinen 41 Punkten, also ein Ausreißer. Wilson bleibt dagegen die sichere High-Scorer.