Vier NBA-Finalisten zeigen: So baut man echte Konkurrenz auf
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Vier NBA-Finalisten zeigen: So baut man echte Konkurrenz auf

Die NBA hat sich verändert. Wo lange Zeit die gleichen Dynastien um den Titel spielten, gibt es jetzt vier völlig verschiedene Wege ins Conference-Finale. Thunder, Spurs, Knicks und Cavaliers beweisen, dass das System funktioniert, das Commissioner Adam Silver haben wollte: Mehr Parität, weniger Vorbestimmtheit, und der Juni gehört niemandem von Anfang an.

Oklahoma City Thunder: Den Panikknopf nicht drücken

Sam Presti hätte es leicht, sich jetzt zu feiern. Der Thunder-Manager hat etwas geschafft, das Frontos im ganzen Business beneident: Er nahm einen Schritt zurück, während andere Teams unter Druck ihre Championship-Fenster erzwingen wollten. Die LA Clippers lieferten 2019 Paul George, und Presti erkannte sofort, was dieser Trade wirklich war. Nicht nur ein Star-spieler, sondern später auch der Draft-Pick, mit dem man Shai Gilgeous-Alexander und Jalen Williams holen konnte. Das war kein Glück, das war Handwerk.

Als die Thunder 2024 in der zweiten Playoff-Runde rausflogen, obwohl sie die beste Regular-Season im Westen hatten, machte Presti keine Panik-Trades. Stattdessen agierte er an den Rändern: Josh Giddey gegen Alex Caruso, Isaiah Hartenstein als Center mit einem Deal, der zu Oklahomas Salary Cap passte. Kleine Moves, die zusammen einen Finalist ergeben. Das ist fast unmöglich nachzuahmen, weil es absolute Geduld braucht, während die Liga schreit.

Welches Team sollte hinschauen? Boston. Die Celtics haben noch Jayson Tatum und Jaylen Brown, aber ihr Erster-Runde-Aus diesen Playoffs brachte alte Debatten zurück: Müssen die beiden auseinander? Statt das zu tun, könnten sie Presti kopieren und nach den richtigen Veteranen suchen. Boston hat das ja schon gemacht. Jrue Holiday, Kristaps Porzingis und Al Horford gewannen einen Ring zusammen, ehe alle drei im Sommer gingen. Milwaukee, Memphis, die Clippers, Indiana, Chicago, Utah und Golden State beobachten das alles sehr genau.

Ballports-Take: Für deutsche Fans ist die Thunder-Geschichte ein Lehrstück in Geduld. In einer Liga, die von Quick-Fixes und All-Star-Sammeln besessen ist, hat Presti einfach gewartet. Das funktioniert im Basketball anders als im Football, aber die Lektion zählt überall: Nicht in Panik reagieren, wenn der Plan drei Jahre braucht statt zwei. Wer die NBA folgt und denkt, dass Trades alles lösen, sollte sehen, wie Thunder durch Draft-Intelligenz und nicht-panisches Management an die Spitze kam.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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