NBA Draft 2026: Dybantsa und Peterson kämpfen um Nummer eins
← NewsNBA

NBA Draft 2026: Dybantsa und Peterson kämpfen um Nummer eins

Der NBA Draft 2026 steht unmittelbar bevor. Am 23. und 24. Juni werden die besten Talente der Welt aufgerufen, und die Washington Wizards haben die wichtigste Entscheidung zu treffen: Wer bekommt den ersten Pick? Zwei Namen dominieren die Gespräche in den Front Offices seit Wochen. AJ Dybantsa von der BYU und Darryn Peterson von der Kansas sind sich so nah, dass niemand mit Sicherheit sagen kann, welcher Name zuerst fällt.

Dybantsa ist über Monate der Favorit gewesen. Der Small Forward hat in der Division I mit 25,5 Punkten pro Spiel geführt und bringt eine Kombination mit, die Scouts reizt: Größe, Athletik und die Fähigkeit, schnell zum Korb zu kommen. Er hat historische Verbindungen zu Utah, spielte sein letztes High-School-Jahr in Utah Prep und dann eine Saison für die BYU. Doch auch das hindert ihn nicht daran, dass er lieber als klarer Favorit in Washington hört. Der Flügelspieler war zuletzt bei den Wizards zu Besuch und wird danach direkt nach Utah weiterreisen, seine einzigen beiden geplanten Besuche bei NBA-Teams. Die Wizards haben sich Zeit genommen und evaluieren derzeit nur noch zwei Kandidaten: Dybantsa und Peterson.

Peterson signalisiert seinerseits Zuversicht. Der Spielgestalter von der Kansas hat der Utah Jazz mitgeteilt, dass er keine weiteren Team-Besuche plant. Das ist ein klares Zeichen: Er fühlt sich wohl mit seiner Position und erwartet, bereits von Washington aufgerufen zu werden. Peterson möchte auf Profi-Ebene Point Guard spielen und hat sich den Wizards mehrfach vorgestellt, zuerst in Los Angeles, dann bei mehreren On-Court-Workouts vor Washingtons Verantwortlichen. Die medizinischen Tests von Peterson haben bei keinem Team rote Flaggen gesetzt, was den Weg für einen Top-zwei-Pick freimacht.

Die Wizards spielen mit ihren Karten dicht an der Brust. Dass Trae Young bereits als Point Guard in Washington spielt, wird nicht als Hindernis für Petersons Auswahl wahrgenommen. Der Fokus liegt weniger auf Positionen als auf Talent und dem, was der Spieler dem Team langfristig bringt. Dybantsa dagegen passt in ein Muster, das Washington in der Vergangenheit verfolgt hat. Im Vorjahr war Ace Bailey begehrt, ein ähnlich großer Scoring Wing. Zwar spielen Dybantsa und Bailey völlig unterschiedliche Stile, aber einige der Charakteristiken stimmen überein.

Es sind noch acht Tage bis zur Draft-Nacht. Ein anderer Faktor schwebt über allem: Die mögliche Verpflichtung von Giannis Antetokounmpo durch die Milwaukee Bucks. Der zwei Zeit MVP könnte den Markt durcheinanderbringen und Dominoeffekte auslösen, die das komplette Draft-Szenario verändern. Die Bucks sollen eine Entscheidung vor dem Draft treffen, weshalb viele Teams in einer Art Warteschleife hängen. Bis dahin verfeinern die Front Offices ihre Boards und treffen ihre letzten Entscheidungen.

Für deutsche Basketball-Fans lohnt es sich, diese Namen im Gedächtnis zu behalten. Dybantsa und Peterson werden über Jahre hinweg prägen, wie ihre Teams funktionieren. Sollte Dybantsa zu den Wizards gehen, bekommt ein Team mit großem Potenzial einen Volume-Scorer, der sofort Punkte machen kann. Peterson wiederum könnte das Playmaking in Washington verändern, falls die Wizards ihn wählen. Beide Szenarien sind attraktiv, aber für unterschiedliche Gründe. Die nächsten acht Tage werden zeigen, welche Richtung Washington einschlägt.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
← Alle News