Las Vegas Aces wollen Dynasty-Traum fortsetzen
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Las Vegas Aces wollen Dynasty-Traum fortsetzen

Die Las Vegas Aces haben sich mit ihrer Ringzeremonies am Samstagabend in der T-Mobile Arena kurz Zeit genommen, dann war für A'ja Wilson sowieso schon wieder Vergangenheit. Die Aces gewannen in der vergangenen Saison ihren dritten Titel seit 2022, fegten die Phoenix Mercury in den Finals weg. Aber Wilson denkt längst weiter. Mit vier MVP-Awards in ihrer Karriere und mit 29 Jahren in ihrer Prime sieht sie die Chance, etwas Größeres zu bauen: die erfolgreichste Franchise der WNBA-Geschichte.

Derzeit liegen die Aces mit drei Titeln hinter Minnesota Lynx, Seattle Storm und Houston Comets zurück, die jeweils vier haben. Das ist für Wilson Motivation genug. "Making history ist Motivation," sagte sie und meinte damit, dass jeder im Team weiß, wie groß die Ambitionen sind. Die Aces sind die größtes Target der Liga geworden, und das merken sie auch im Spielfeld. Beim Saisonauftakt verloren sie 99:66 gegen Phoenix, aber Wilson sah in dieser Niederlage keinen Grund zur Panik. Stattdessen könnte sie dem Team helfen, wieder konzentriert zu arbeiten. Seitdem gewannen die Aces zwei Spiele und reisen diese Woche zu den Connecticut Sun und zu den Atlanta Dream.

Trainer Becky Hammon arbeitet daran, das System zu installieren und das Vertrauen zwischen den Spielerinnen zu festigen. Der Kern des Teams bleibt unverändert: Wilson führt die Gruppe mit 20,0 Punkten pro Spiel an, Guard Jackie Young und Chelsea Gray sind weiterhin ihre Begleiter. Dazu kommen zurückkehrende Spielerinnen wie Jewell Loyd, Dana Evans und mehrere Forwards, die zusammen mit Wilson die Meisterschaft 2025 gewonnen haben.

Die Neuzugänge sollen das Team verstärken. Dazu gehört Guard Chennedy Carter, die 2020 als vierte Overall gepickt wurde. Carter hatte große Lücken in ihrer Karriere: Sie spielte nicht 2023 und nicht 2025, wechselte zwischen Atlanta, Los Angeles und Chicago hin und her. Jetzt bekommt sie eine neue Chance bei den Aces. "Ich dachte immer, dass ich irgendwann ein Ace werde," sagte Carter. "Aber nicht so schnell. Dann kam die Gelegenheit, und ich wollte mit A'ja Wilson spielen, für Becky Hammon spielen und Teil einer Dynasty sein." Carters Vergangenheit war auch Grund für ihre bisherigen Probleme: Chemie-Fragen zwischen ihr und anderen Teams. Hammon, Wilson und die Aces-Verantwortlichen sehen das Risiko, aber glauben an ihre Fähigkeit, solche Probleme zu lösen.

Ballports-Take: Für deutsche Basketball-Fans sind die Aces das Maßstab-Team der WNBA. Wilson ist eine generationelle Spielerin und das Team ist neu zusammengestellt genug, um spannend zu sein, aber etabliert genug, um Favorit zu bleiben. Carter ist der Story-Punkt der Saison: Funktioniert sie in einem etablierten System besser als in chaotischen Franchises zuvor? Das ist die Frage, die über die ganze Saison hinweg interessant bleibt. Wer die Aces verfolgen will, sollte genau hinschauen, wie schnell sich Carter und ihre neuen Teammates aufeinander einspielen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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