Matthew Stafford und die Los Angeles Rams haben sich auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Der Quarterback unterzeichnet eine einjährige Erweiterung über 55 Millionen Dollar, die durch Incentives auf bis zu 60 Millionen anwachsen kann. Damit bleibt Stafford bis zur Saison 2027 an die Rams gebunden, insgesamt 105 Millionen Dollar seiner Vereinbarung bleiben noch offen.
Stafford kommt nach einer außergewöhnlichen Saison 2025 aus dem Spiel, in der er sich seinen ersten MVP-Award holte. In dieser Spielzeit führte der 38-jährige Quarterback die gesamte Liga mit 4.707 Passing Yards an. Dazu kamen 46 Passing Touchdowns, ein Karriererekord, und nur acht Interceptions. Das ist die Art von Effizienz, die normalerweise von einem jungen Quarterback erwartet wird, nicht von jemandem, der bald 39 Jahre alt wird.
Die Vertragsverlängerung kommt in einem Jahr, in dem die Rams mit dem 13. Pick des Drafts Ty Simpson, einen QB aus Alabama, ausgewählt haben. Simpson gilt vielen Beobachtern als designierter Nachfolger für Stafford. Gleichzeitig signalisiert die Rams-Organisation damit deutlich, dass sie noch immer auf den erfahrenen Quarterback setzen und nicht im Übergangsmodus fahren wollen.
Stafford hatte nach der Saison kurz mit Rücktritt geliebäugelt, kündigte dann aber im Februar an, dass er zurückkehrt. "Ich sehe euch nächstes Jahr", sagte er damals bei der MVP-Verleihung. "Hoffentlich bin ich nicht auf diesem Event und wir bereiten uns auf ein anderes Spiel in SoFi vor." Das sollte sich auf den Super Bowl beziehen, der wieder in Los Angeles stattfindet, eine Woche nach Staffords Geburtstag am 7. Februar.
Stafford schrieb 2021 Rams-Geschichte, als er die Franchise zu ihrem Super Bowl LVI Sieg führte, ebenfalls im SoFi Stadium. Das war nach 20 Jahren in Detroit, in denen er lange Zeit unter schwierigen Bedingungen spielte. Seine 64.516 Regular-Season Passing Yards rangieren ihn auf Platz sechs in der NFL-Historie, nur 1.758 Yards hinter Aaron Rodgers.
Ballports-Take: Für deutsche Rams-Fans ist das eine Bestätigung: Stafford bleibt das Gesicht der Franchise. Seine MVP-Saison zeigt, dass er auch mit fortgeschrittenem Alter noch auf Elite-Niveau spielen kann. Die Verpflichtung von Simpson im Draft bedeutet nicht das Ende von Stafford, sondern nur, dass die Rams intelligent planen. Wer Stafford in Fantasy Football hat, sollte ihn in den nächsten zwei Jahren nicht fallen lassen, auch wenn die Rams langfristig anders denken. In München und Berlin werden Fans die Rams mit Stafford noch sehen wollen, solange es möglich ist.