Knicks beenden eine der längsten Durststrecken im amerikanischen Sport
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Knicks beenden eine der längsten Durststrecken im amerikanischen Sport

Die New York Knicks haben es endlich geschafft. Am Samstagabend besiegten sie die San Antonio Spurs mit 94:90 in Spiel 5 der NBA Finals 2026 und holten sich damit ihren ersten Titel seit Jahrzehnten. Was für jedes Team ein großer Moment ist, hat für New York eine besondere Bedeutung: Die Knicks verlassen damit eine unglückliche Kategorie, in der sich nur wenige große Franchises befinden. Franchises mit Meisterschafts-Dürreperioden von 50 Jahren oder länger. Mit diesem Sieg können die Knicks endlich ihren Zähler auf null zurücksetzen.

Doch die Knicks sind nicht allein mit ihrem langen Warten. In der NBA plagen sich mehrere Teams mit noch längeren Durststrecken. Die Sacramento Kings haben seit 75 Jahren keinen Titel mehr geholt, obwohl sie 1951 als Rochester Royals die Finals gewannen. Auf ihrer Kadertiefe damals standen vier Hall of Famers: Bob Davies, Red Holzman, Arnie Risen und Bobby Wanzer. Die Atlanta Hawks müssen seit 68 Jahren auf einen Titel warten, ihren letzten holten sie 1958 gegen die legendären Boston Celtics mit Bill Russell und Bob Cousy. Die Hawks gewannen damals mit Future Hall of Famer Bob Pettit, der in Spiel 6 50 Punkte und 19 Rebounds sammelte. Die Utah Jazz kamen 1997 und 1998 bis in die Finals, scheiterten aber zweimal an Michael Jordans Chicago Bulls. Seit damals sind 51 Jahre vergangen. Die LA Clippers hingegen haben in ihrer gesamten Geschichte noch nie die Finals erreicht. Ihr bestes Resultat war das Conference Finals-Aus gegen die Phoenix Suns in der Saison 2020-21. Und auch die Phoenix Suns müssen seit ihrer Gründung 1968 auf ihren ersten Titel warten. Trotz großer Namen wie Charles Barkley und Kevin Durant in ihrer Geschichte schafften sie es dreimal in die Finals (1976, 1993 und 2021), verloren aber jedes Mal in sechs Spielen.

Im Football sieht es teilweise noch schlimmer aus. Die Arizona Cardinals halten den traurigen Rekord mit 78 Jahren seit ihrem letzten Titel. Sie gewannen 1947 gegen die Philadelphia Eagles in einem Meisterschaftsspiel, damals noch bevor die NFL-Championship "Super Bowl" hieß. Damals spielten die Cardinals sogar noch in Chicago. Ihr Quarterback Paul Christman, später Hall of Famer im College Football, war mit 3 von 14 Versuchen für 54 Yards und zwei Interceptions nicht dominant, doch Halfback Elmer Angsman rannte für 159 Yards und zwei Touchdowns. Die Detroit Lions gewannen dreimal nacheinander in den 1950ern (1952, 1953, 1957), ihre letzte Meisterschaft 1957 gegen die Cleveland Browns fiel mit 59:10 besonders dominant aus. Quarterback Tobin Rote passte für 280 Yards und vier Touchdowns, Defense Back Terry Barry brachte sogar eine Interception in die Endzone. Seitdem vergingen 68 Jahre. Die Tennessee Titans schließlich warten seit 64 Jahren, doch ihr einziger Titel stammt aus der American Football League 1962 gegen die San Diego Chargers. Ein 10:3-Sieg mit einem 35-Yard-Touchdown-Pass von George Blanda zu Billy Cannon.

Für deutsche Basketball-Fans ist der Erfolg der Knicks eine willkommene Bestätigung: Auch in der stärksten Liga der Welt braucht es manchmal Geduld und Ausdauer. New York hatte unter Druck geliefert und eine Franchise mit verdient unglücklicher Historie belohnt. Die Knicks zeigen, dass massive Durststrecken durchbrochen werden können, wenn die richtige Chemie und die richtige Mentalität zusammenkommen. Wer die NBA über Jahre verfolgt, kennt die Frustration dieser Teams. Mit dem Knicks-Sieg fällt eine weitere große Last von einer traditionsreichen Franchise.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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