Yaxel Lendeborg hatte als Kind kein gutes Wort für Steph Curry übrig. Der Grund war simpel: 2016 war er ein überzeugter Kyrie Irving-Fan und feuerte die Cleveland Cavaliers an, als sie gegen die Warriors in den NBA Finals antraten. Doch das war, bevor Lendeborg wusste, dass er eines Tages selbst für Golden State spielen würde.
Am Dienstag zogen die Warriors den Michigan-Standout mit Pick 11 im Draft 2026. Lendeborg gab sofort zu, dass er einst ein Curry-Hasser gewesen war. Seine Aussage machte schnell die Runde, und Curry selbst bekam davon mit. Der Warriors-Guard antwortete mit Humor unter Lendoergs Draft-Post: "Let's go! Welcome to the Bay! Ich werde hart arbeiten, um dein neuer Lieblingsspieler zu werden." Dazu ein lachender Emoji.
Dass Lendeborg seine Meinung geändert hat, verdankt er einem Treffen mit Curry. Im April besuchte er das Play-in-Spiel zwischen den Warriors und den LA Clippers und kam dort mit dem Hall-of-Famer zusammen. Das reichte aus, um seine Kindheitsfeindschaft zu vergessen. "Jetzt, wo ich tatsächlich mit ihm im gleichen Team spielen kann, von ihm lernen kann, bedeutet mir das unglaublich viel", sagte Lendeborg. "Er ist ein großartiger und echter Mensch. Es wird eine Ehre sein, ihm live zuzuschauen."
Auch Draymond Green bekam sein Fett weg: Lendeborg gestand, dass er mit Greens Michigan State-Loyalität "wirklich nicht viel anfangen konnte". Immerhin wollte er aber auch von Green lernen. Eine Antwort von Green steht noch aus. Lendeborg stammte ursprünglich aus Puerto Rico, zog aber mit zwei Jahren nach Ohio und ist dort aufgewachsen.
Für deutsche Fans, die die Warriors verfolgen, ist die Geschichte ein schöner Erinnerungsmoment daran, wie lebendig und persönlich die NBA sein kann. Curry wird in der Offseason noch mehr Gewicht bekommen, da er mit etablierten Jungstars wie Lendeborg zusammenspielt. Ob der 21-Jährige aus Michigan in die großen Fußstapfen treten kann, wird die kommende Saison zeigen. Die Chemie zwischen Rookie und Future Hall of Famer ist zumindest schon mal hergestellt.
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