Dundon weigert sich, Arena-Umbau in Portland zu finanzieren
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Dundon weigert sich, Arena-Umbau in Portland zu finanzieren

Tom Dundon, der neue Besitzer der Portland Trail Blazers, will sich nicht an den geplanten Renovierungen der Moda Center beteiligen. Der Milliardär argumentiert, dass die Stadt Portland die komplette Finanzierung der 600 Millionen Dollar teuren Modernisierung übernehmen sollte. "Es fühlt sich an, als würden wir bereits eine große Investition tätigen, indem wir hier bleiben und diese Steuersätze zahlen", sagte Dundon während einer Versammlung der Portland Metro Chamber am Mittwoch in der Arena.

Die Stadt Portland besitzt die Moda Center, die Trail Blazers spielen dort unter einem Mietvertrag bis 2030. Auch das WNBA-Expansionsteam Portland Fire nutzt die Arena für seine erste Saison. Bürgermeister Keith Wilson hatte zuvor versprochen, dass die Stadt bis zu 120 Millionen Dollar in Renovierungen investieren würde. Auch Vertreter von Staat und County sagten finanzielle Unterstützung zu. Doch Dundon stößt mit seiner Haltung auf Widerstand. Stadträtin Candace Avalos machte deutlich, dass sie öffentliche Gelder nur dann unterstützen kann, wenn auch private Investitionen fließen. "Ich werde Schwierigkeiten haben, öffentliche Mittel zu befürworten, wenn ich keine privaten Investitionen sehe", sagte Avalos.

Vor der Versammlung demonstrierten etwa 50 Protestierende vor der Arena. Auf ihren Plakaten stand "No bailouts for billionaires" (Keine Rettungspakete für Milliardäre). Die Arena stammt aus dem Jahr 1995 und die Trail Blazers argumentieren, dass die Renovierungen notwendig sind, um große Events wie das NBA All-Star Game oder NCAA-Turniere anzulocken.

Dundon erwarb die Trail Blazers im März für vier Milliarden Dollar. Er betonte, dass er das Team in Portland halten werde. Doch seit der Übernahme sorgte die Kostenersparnis des Milliardärs für Kritik. Die Trail Blazers verteilten während der Playoff-Spiele gegen die San Antonio Spurs keine T-Shirts an Fans, ließen Two-Way-Spieler nicht zu Playoff-Spielen reisen und sparten sich die Checkout-Gebühren für Mitarbeiter. Besonders umstritten war auch die Vertragsstruktur für Trainer Micah Nori. Sein Deal enthält nur ein garantiertes Jahr, danach hat das Team Optionen für Jahre zwei und drei. Das Grundgehalt soll unter Marktstandards liegen und Boni sind an Teamerfolg gebunden. Darauf reagierte J.B. Bickerstaff, Präsident der National Basketball Coaches Association, harsch. Er nannte die ungewöhnliche Vertragsstruktur eine "Beleidigung für unseren Wert".

Für deutsche Basketball-Fans zeigt sich hier ein grundsätzliches Spannungsfeld zwischen privaten Sportinvestoren und öffentlichen Interessen. Dundon argumentiert wie viele moderne Besitzer: Steuerzahlungen seien bereits ein großes Engagement. Die Stadt sieht es anders und fordert privaten Mittel zum Gegenbeweis von echtem Interesse. Diese Debatte ähnelt deutschen Diskussionen um Sportinfrastruktur, nur dass Dundon mit vier Milliarden Dollar Kaufpreis deutlich mehr Schlagkraft hat. Für Trail-Blazers-Fans bedeutet das: Ein Besitzer, der kurzfristig Kosten drückt, anstatt langfristig zu investieren, kann die Attraktivität eines etablierten NBA-Teams unter Druck setzen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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