MarShawn Lloyd soll endlich liefern, wenn die Packers ihn brauchen
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MarShawn Lloyd soll endlich liefern, wenn die Packers ihn brauchen

GREEN BAY - Die Packers haben sich bislang nicht unbedingt auf MarShawn Lloyd verlassen müssen. Der Running Back ist in seinen ersten zwei Jahren mit schweren Verletzungen geplagt worden. Doch die aktuelle Situation könnte das ändern. Josh Jacobs, der Star-RB der Packers, wurde diese Woche wegen fünf Anklagepunkten festgenommen, darunter ein Verbrechen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Ob Jacobs spielen darf oder Disziplinarmaßnahmen vom League Office drohen, ist noch unklar. Plötzlich brauchen die Packers möglicherweise schneller als erwartet jemanden, der die Last im Backfield trägt.

Genau hier liegt das Problem: Lloyd hoffen zu lassen ist nicht dasselbe wie zu wissen, dass er liefern kann. In seinen ersten zwei Saisons hat er exakt zehn Snaps gespielt. Alle zehn kamen in Week 2 seiner Rookie-Saison 2024 gegen die Colts, wo er sechsmal für 15 Yards lief. Seitdem verpasste Lloyd 32 aufeinanderfolgende Regular-Season-Spiele, einschließlich der kompletten Saison 2025. Die Packers hätten nachrüsten können im Draft oder bei Free Agents. Sie taten es nicht. Stattdessen ließen sie Emanuel Wilson, ihren zweitbesten Rusher der vergangenen Saison, zu den Seahawks gehen. Der Grund: Sie vertrauen darauf, dass Lloyd endlich zeigt, warum sie ihn vor zwei Jahren in der dritten Runde (Pick 88) überhaupt gedraftet haben.

Beim ersten offenen Trainingstag der OTAs am Mittwoch war die Spannung groß. Lloyd sollte endlich wieder vor den Kameras zeigen, woran er arbeitet. Doch in den 11-on-11-Drills bekam er null Reps - genauso viele wie in der gesamten vorigen Saison. Am Dienstag trainierte er noch mit der Mannschaft, doch am Mittwoch nur einzeln.

Head Coach Matt LaFleur blieb pragmatisch: "Er hat gute Arbeit geleistet, aber wir hatten erst eine Trainingseinheit. Der Beweis muss sich zeigen. Er muss das konsistent über alle OTAs, ins Training Camp, ins Preseason zeigen, dann sehen wir, wie es weitergeht." Die Verletzungsgeschichte ist verheerend. 2024 zog er sich gleich in der ersten Trainingscamp-Einheit mit Pads eine Leistenzerrung. Sein Comeback-Versuch 2025 wurde von zwei separaten Hamstring-Verletzungen und einer Wadenzerrung gebremst. Davor hatte er schon zweimal die Hamstrings verletzt, plus Hüft- und Knöchelverletzungen. Am schlimmsten: eine Blinddarmentzündung beendete seinen Saisonverlauf 2024.

Doch die Packers geben nicht auf. Der Hoffnung liegt ein neuer physischer Zustand zugrunde. Running-Backs Coach Ben Sirmans berichtete, dass Lloyd Bewegungsabläufe im Training ausführen konnte, die Verletzungen bislang unterbanden. Lloyd sagt selbst, er sei stärker denn je, besonders in der unteren Körperhälfte. Das gibt ihm Vertrauen, und LaFleur weiß, dass die Zeit zum Reden vorbei ist: "Er hat alles in seiner Macht getan, um sich in die beste Position zu bringen. Jetzt muss er raushgehen und es beweisen."

Ballports-Take: Die Packers-Situation könnte sich von jetzt auf gleich verschärfen, wenn Jacobs tatsächlich ausfällt. Dann braucht Green Bay schnelle Antworten im Backfield. Lloyd ist nach zwei Saisons voller Rückschläge keine sichere Bank. Für Fantasy-Spieler im DACH-Raum ist er ein hochriskantes Lotto-Ticket: Bleibt er fit, könnte sein Workload explosiv anwachsen. Sollte er erneut angeschlagen ausfallen, stecken die Packers schnell in einer Running-Back-Krise. Das Training Camp wird entscheidend. Wer Lloyd auf der Watch-List hat, sollte abwarten, bis klar ist, wie viele reps er tatsächlich bekommt.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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