Die Detroit Pistons empfangen die Cleveland Cavaliers zu einem entscheidenden Game 5 in der Serie, die derzeit 2:2 gleich steht. Nach vier Spielen hat die Heimmannschaft jedes Mal gewonnen, ein Muster das beide Teams kennen. Wer Game 5 für sich entscheidet, gewinnt die Serie in 82 Prozent aller Fälle, wenn es um 2:2 steht. Das heißt: Heute Nacht kann sich eine der beiden Mannschaften faktisch absichern.
Cade Cunningham muss die Pistons zurück in die Spur bringen, und dafür ist eines zentral: weniger Ballverluste. In seinen letzten zwei Spielen hatte der Point Guard 13 Turnovers, das half den Cavaliers, wieder ins Spiel zu finden. Cunningham hat in diesem Playoff-Run das höchste Ceiling aller Spieler in dieser Serie und sollte zu Hause in einem Spiel dieser Bedeutung sein bestes Spiel abrufen.
Auf der anderen Seite hat Donovan Mitchell nach schwacher Leistung in Detroit endlich wieder zu seiner gewohnten Playoff-Form gefunden. In Games 3 und 4 scorte er beeindruckende 31 und 39 Punkte (zweite Halbzeit), im Schnitt der letzten drei Spiele liegt er bei 36,3 PPG. Das ist seine Marke, auf der er in den Playoffs gefährlich wird. Eine Überraschung war seine schwache Phase überhaupt: Normalerweise liefert Mitchell in den Playoffs deutlich mehr als in der Regular Season, doch von Game 3 der Vorrunde bis Game 1 der zweiten Runde schaffte er nur 20,5 PPG bei 40,2 Prozent aus dem Feld.
Tobias Harris hatte seine Serie von acht Spielen mit über 20 Punkten in Game 4 unterbrochen, als er nur 16 Punkte erzielte. Davor war er konstant auf 22,5 PPG gekommen und hat sich als zuverlässige zweite Scoring-Option der Pistons bewährt. Zu Hause sollte Harris wieder auf sein etabliertes Playoff-Niveau zurückfinden.
Bei den Daily Fantasy Picks zeigt sich ein klares Bild. Cunningham zu 12.400 Dollar ist die Top-Option mit dem höchsten Ceiling, zumal er im Heimspiel einer entscheidenden Partie antreten wird. Mitchell zu 10.800 Dollar ist ebenfalls ein Muss, seine letzten drei Spiele sprechen für sich. Im günstigeren Segment ist Daniss Jenkins interessant: Der Point Guard der Pistons zeigt starke Unterschiede je nach Spielort. In seinen letzten drei Heimspiele schrieb er durchschnittlich 14,0 PPG, 5,3 RPG, 4,0 APG, 2,0 Dreier und 1,3 SPG in 28 Minuten auf. Auf der Straße sieht es deutlich mager aus mit nur 3,7 PPG und 1,7 RPG in knapp 19 Minuten. Heute spielt Jenkins wieder in Detroit, in einem Spiel das seine Mannschaft gewinnen muss.
Ballports-Take: Für deutsche Basketball-Fans lohnt sich ein Blick auf dieses Game 5, weil es Playoff-Basketball auf höchstem Niveau zeigt: serien-, standort- und spielsituationsspezifische Statistiken statt Einzelleistungen. Mitchell und Cunningham sind beide Spieler die in der ELF oder GFL diese Art von Momentum-Shifts antreiben würden. Fantasy-spieler sollten beachten, dass Jenkins eine klassische Spielort-Wette ist, seine Werte zuhause sind exponentiell besser. Bei Mitchell ist die Rückkehr zur Form das Signal, dass die Cavs wieder gefährlich werden, wenn er sein Scoring-Touch behält.