Das ist Playoff-Basketball auf höchster Stufe: Die San Antonio Spurs reisen zu den Oklahoma City Thunder zu einem entscheidenden Spiel 7 in den Western Conference Finals. Die Serie steht 3-3 unentschieden, am Samstag um 20 Uhr EDT geht es um alles.
Die Spurs kommen mit Schwung an. Sie gewannen das letzte Duell am Freitag deutlich mit 118-91 gegen Oklahoma City. Victor Wembanyama war dabei der herausragende Mann auf dem Feld und erzielte 28 Punkte. Die San Antonio Offense läuft dieser Tage beeindruckend. In den letzten zehn Spielen schießt das Team 46,1 Prozent aus dem Feld und wirft dabei durchschnittlich 116,7 Punkte pro Partie. Wembanyama selbst ist in diesem Zeitraum zur Führungsfigur gereift und bringt 25,8 Punkte und 11,1 Rebounds mit.
Die Thunder stehen unter Druck, müssen aber nicht verzweifeln. Shai Gilgeous-Alexander trägt die Offensive mit 31,1 Punkten pro Saison. In den letzten zehn Spielen legte Chet Holmgren als Defensiv-Anker auf mit durchschnittlich 15,1 Punkten. Oklahoma City dominiert die Defensive Rebound-Kategorie mit 34,6 pro Spiel, angeführt von Holmgren mit 7,0 Abprällen. Die Thunder sind die eins in der Western Conference und hatten in den letzten zehn Partien eine 7-3-Bilanz.
Die Zahlen verraten, wie nah beieinander diese Teams sind. Oklahomas Dreier-Quote (13,8 pro Spiel) liegt nur 0,8 Versuche über dem, was San Antonio pro Partie zulässt. Auf der anderen Seite schießen die Spurs mit 48,3 Prozent aus dem Feld deutlich effizienter als Oklahomas durchschnittliche Gegner (43,7 Prozent).
Verletzungsbedingt wird es eng für die Thunder. Ajay Mitchell (Wade) und Jalen Williams (Hamstring) sind raus, zusätzlich fehlt Thomas Sorber für die Saison. Die Spurs haben nur David Jones Garcia zu beklagen, der die Saison aus.
Die Thunder sind mit 64-18 Siegeln die bessere Regular-Season-Bilanz, aber San Antonio war mit 62-20 nicht weit dahinter. Wenn es um Conference-Gegner geht, steht Oklahoma City mit 41-11 besser da als die Spurs mit 36-16. Das sind die Details, die in Spiel 7 zählen.
Ballports-Take: Für deutsche Basketball-Fans ist Wembanyama der Grund, dieses Duell zu verfolgen. Der französische Supertalent zeigt gerade, warum er die Zukunft der NBA prägen könnte. Mit 11,5 Rebounds pro Spiel in der ganzen Saison und seiner Defensive-Range ist er genau der moderne Big, den jedes Team braucht. Falls die Spurs gewinnen, wird Wembanyama gegen die Eastern Conference Finals-Gegner getestet, was ein Statement für seine Entwicklung wäre. Die Thunder wiederum zeigen mit Gilgeous-Alexander und Holmgren, wie ein schnell aufgebautes, junges Team konkurrenzfähig wird. Wer diesen Freitag nicht live schaut, verpasst eine der besten Playoff-Serien des Jahres.