Bob Chesney hat an der UCLA erst seit wenigen Monaten das Kommando, doch der neue Trainer der Bruins baut sein Team mit beeindruckender Geschwindigkeit auf. Am Freitag sicherte sich Chesney die Zusage von Matthew Gregory, einem vierstars Wide Receiver aus Pottstown, Pennsylvania, der in der SC Next 300 auf Platz 37 rangiert. Der 1,85 Meter große Gregory mit seinen 79 Kilogramm ist ESPNs Nummer 7 unter allen Receivern des Jahrgangs 2027.
Gregory entschied sich gegen Nebraska, obwohl beide Programme ihm Visits ermöglichten. UCLA war am Ende überzeugender. Das zeigt, wie schnell Chesney die Bruins restauriert, seit er im April die erste Recruiting-Offensive startete. Der ehemalige Trainer der James Madison Dukes, die erst kürzlich im College Football Playoff standen, brachte UCLA in wenigen Wochen 19 neue Zusagen ein, sechs davon aus der SC Next 300. Diese Qualität katapultierte die Bruins-Klasse auf Platz 7 der nationalen Rankings.
Gregory wird zur vierten Top-100-Zusage für UCLA 2027. Neben ihm committed sind bereits die Cornerbacks JuJu Johnson (Platz 36 overall) und Jerry Outhouse Jr. (Platz 83), dazu Defensive Tackle George Toia (Platz 60). Vier-Sterne Offensive Guard Jackson Roper (Platz 21) gesellte sich ebenfalls hinzu, ebenso wie der In-State Safety Pole Moala (Platz 287). Ein besonderer Name komplettiert die Gruppe: Duece Jones-Drew, Sohn des legendären UCLA All-Americans und NFL All-Pros Maurice Jones Drew, signalisierte ebenfalls seine Absicht.
Insgesamt hat UCLA nun 22 Zusagen für 2027. Sollte Chesney die Klasse so bis zum Signing Day halten, wären sieben Top-300-Spieler das beste Ergebnis seit 2016, als UCLA neun solcher Prospects unterschrieben hatte. Gregory spielt noch ein Jahr an der Owen J. Roberts High School in Pennsylvania, kommt danach aber als etablierter Name zu den Bruins. Neben UCLA interessierten sich auch LSU, Notre Dame und Virginia Tech schwer für ihn.
Chesney zeigt in seinem ersten Recruiting-Zyklus als UCLA-Coach eine bemerkenswert effiziente Arbeitsweise. Wer James Madisons Weg zum College Football Playoff verfolgt hat, weiß, dass der Mann Talente identifizieren und gewinnen kann. Die frühe Aktivität und die Qualität der Commits deuten darauf hin, dass UCLA nach langen Jahren wieder zur West-Coast-Power zurückfinden könnte. Für deutsche Fans, die Top-College-Football verfolgen, ist das ein Team, das man auf dem Radar haben sollte. Mit Gregory und den anderen Top-Recruits könnte UCLA 2027 und 2028 wieder in der nationalen Diskussion mitspielen.