Oklahoma fordert Big 12 zur Suspendierung von Sorsby auf
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Oklahoma fordert Big 12 zur Suspendierung von Sorsby auf

Der Skandal um Brendan Sorsby, den Quarterback der Texas Tech Red Raiders, eskaliert. Das NCAA hatte Sorsby wegen umfangreicher illegaler Wetten auf College- und Profisport dauerhaft für ineligibel erklärt. Trotzdem durfte er diese Saison für Texas Tech spielen, nachdem ein Gericht in Lubbock eine einstweilige Verfügung zu seinen Gunsten erließ.

Oklahomas Justizminister Gentner Drummond griff nun in den Konflikt ein und schrieb einen Brief an Big-12-Commissioner Brett Yormark und Board Chairman Douglas Girod. Darin fordert er die Conference auf, Sorsby zu suspendieren und betont die Autorität der Big 12, gegen die Handlungen von Texas Tech vorzugehen. Drummond verwarf die Drohungen von Texas' Justizminister Ken Paxton, wonach die Conference rechtlich nicht handeln dürfe, als "haltlos" und "absurd im Gesicht".

Drummond argumentierte, dass die einstweilige Verfügung aus dem Lubbock District Court nur gegen die NCAA gilt und die Big 12 nicht daran hindert, ihre eigenen Satzungen durchzusetzen. Die Conference sei kein Teil des Gerichtsverfahrens gewesen. "[Texas Tech] hat die Verantwortung abgewälzt, indem es mit einer fragwürdigen Behauptung vor ein befreundetes Gericht gelaufen ist", schrieb Drummond. "Die Führung hat den Sieg über die Ehre und Integrität gestellt."

In der Zwischenzeit hatte Paxton die Big 12 vor erheblichen rechtlichen Konsequenzen gewarnt. Er argumentierte, dass Sanktionen gegen Texas Tech zu Antitrust-Klagen, Vertragsbruch und unerlaubter Einmischung führen könnten. Drummond hingegen wies darauf hin, dass die Big 12 eine private Vereinigung ist, die ihre eigenen Regeln aufstellt und durchsetzt. Die generischen Antitrust-Argumente hätten keine Gewalt.

Drummond verwies auf Bylaw 3.6 der Big 12, das es der Conference erlaubt, Schulen zu sanktionieren, wenn eine Supermehrheit der Direktoren beschließt, dass ein Mitglied "in einer Weise gehandelt hat, die den besten Interessen der Conference schadet". Der Executive Board der Big 12 traf sich am Donnerstag zu weiteren Diskussionen. Alle anderen 15 Universitäten der Conference haben sich einstimmig gegen Sorsbys Einsatz ausgesprochen. Yormark wird sich am Montag mit dem vollständigen Board treffen und erklärte, dass "alle Optionen auf dem Tisch bleiben".

Für deutsche Footballfans ist dieser Fall lehrreich: Er zeigt, wie hart College Football mit Wett-Skandalen umgehen kann, aber auch welche juristischen Schlachten dabei entstehen. Sorsby hatte über vier Jahre hinweg Tausende unzulässige Wetten platziert, einige davon sogar auf Spiele seines eigenen Teams. Das verstößt nicht nur gegen NCAA-Regeln, sondern untergräbt das Vertrauen in den Sport grundlegend. Während ballports diese Entwicklungen weiter verfolgt, sollten deutsche Fans verstehen: Die College-Football-Welt ist hier polarisiert zwischen sportlicher Integrität und juristischer Macht.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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