Michael Wilson will die 1000-Yard-Marke genießen
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Michael Wilson will die 1000-Yard-Marke genießen

Michael Wilson hat sich das Datum im Kalender markiert: 23. Juli. Das ist der Tag, an dem die Arizona Cardinals zum Training Camp antreten, und bis dahin will der Wide Receiver seine erfolgreiche Saison 2025 noch auskosten. Mit 1.006 Receiving Yards erreichte Wilson erstmals in seiner Karriere die 1000-Yard-Marke, und das ausgerechnet in seinem besten Jahr als Profi.

Die Cardinals durchlebten eine desaströse Saison mit nur drei Siegen und 14 Niederlagen. Coach Jonathan Gannon wurde entlassen, Quarterback Kyler Murray später aus dem Team entlassen. Wilson aber wurde zu einer der wenigen Lichtblicke. Dass nur 19 Pass Catcher in der gesamten NFL die 1000-Yard-Marke überschritten, macht Wilsons Leistung noch beeindruckender.

Doch der Weg dorthin verlief holprig. In den ersten fünf Spielen der Saison fing Wilson gerade mal acht Bälle bei 18 Targets für 52 Yards. Das hätte auf eine Gesamtsaison von etwa 177 Yards hinausgelaufen. Dann kam Jacoby Brissett ins Spiel und ersetzte den verletzten Murray. Wilson ging langsam aber sicher in den Aufwärtstrend über.

Der Wendepunkt kam in Woche 11. Mit Marvin Harrison Jr. und Zay Jones verletzt, wurde Wilson zur Nummer-1-Option. In San Francisco fing er 15 Bälle für 185 Yards. Es folgte eine Serie für die Geschichtsbücher: In vier Wochen sammelte Wilson 481 Receiving Yards an, mehr als jeder andere NFL-Spieler in dieser Zeitspanne. Er führte die Liga an mit 56 Targets, 39 Receptions und durchschnittlich den meisten Receiving Yards pro Spiel während dieser vier Wochen.

Von Woche 11 bis Woche 18 hatte Wilson die zweitmeiesten Receiving Yards und Targets der gesamten Liga. Seine abschließenden Spiele brachten 54, 52, 89 und 99 Yards. Für die komplette Saison: 79 Receptions, sieben Touchdowns bei 127 Targets. Das waren allesamt Karriere-Bestwerte. Mit 593 gelaufenen Routes hatte Wilson die drittmeisten in der ganzen NFL.

Wilson betont, dass er sich selbst im Oktober nicht hätte vorstellen können, wo er im Februar landen würde. Die Dynamik der Saison, der Aufschwung und schließlich die 1000 Yards haben ihn stolz gemacht. Er hofft jetzt, diese Form in der kommenden Saison unter neuer Leitung zu wiederholen. "Wenn ich das über 18 Spiele hätte machen können", sagt Wilson, "wäre interessant zu sehen, was dann möglich wäre." Das Timing ist günstig: Als Spieler in seinem vierten Jahr ist Wilson berechtigt für eine Vertragsverlängerung. Die Verhandlungen mit den Cardinals laufen, doch Wilson will sich davon nicht ablenken lassen.

Ballports-Take: Wilsons Saison ist eine typische NFL-Geschichte: Zu Beginn ignoriert, zur Mitte völlig unterschätzt, am Ende ein etablierter Receiver. Für Fantasy-Spieler wird Wilson 2026 deutlich interessanter, doch die neue Quarterbacks-Situation in Arizona bleibt ein Risiko. Mit 1006 Yards hat er bewiesen, dass er zu konstanten Leistungen fähig ist, wenn die Rollen klar sind. Die fehlende Stabilität im Cardinals-Offense ist trotzdem das Thema, das man weiter beobachten muss. Wilson selbst wird sicherstellen, dass das die kommende Saison nicht beeinflusst.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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