Buffalos beste und schlechteste Moves im AFC-Offseason 2026
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Buffalos beste und schlechteste Moves im AFC-Offseason 2026

Die Free-Agency-Saison ist vorbei, der Draft abgehakt. Zeit für die Bilanz: Welche AFC-Teams haben ihre Probleme gelöst, welche haben Geld für die falschen Spieler ausgegeben? Die Buffalo Bills zeigen ein gemischtes Bild.

Die beste Entscheidung der Bills war die Vertragsverlängerung mit Center Connor McGovern. Die Timing war perfekt. Bevor Tyler Linderbaum bei den Raiders seinen Deal unterschrieb, war Creed Humphrey von den Chiefs mit 18 Millionen Dollar pro Saison der bestbezahlte Center der Liga. Linderbaum bekam 27 Millionen, eine Steigerung um 50 Prozent. Jetzt werden andere Centers entsprechend mehr fordern. McGovern unterschrieb einen Vierjahresvertrag über 52 Millionen Dollar mit durchschnittlich 13 Millionen pro Jahr. Das ist weniger als halb so viel wie Linderbaum verdienen wird. Die Bills zahlten zwar knapp 43 Prozent seines dritten Jahresgehalts sofort aus, aber selbst wenn sie sich nach zwei Jahren von McGovern trennen würden, hätten sie nur 32,6 Millionen für zwei Prime-Years ausgegeben. Der Center war 2024 im Pro Bowl und seine Mobilität prägt Buffalos gefürchtetes Laufspiel nachhaltig. Das war saubere Arbeit von General Manager Brandon Beane.

Alles andere rund um DJ Moore dagegen riecht nach Panik. Die Bills waren offensichtlich frustriert über ihre Wide Receiver in der Saison 2025. Brandin Cooks, Gabe Davis und Tyrell Shavers bekamen in den späten Spielen bedeutende Einsatzzeiten. Keon Coleman, der auf der Außenseite nicht den Erwartungen entsprach, wurde zur öffentlichen Schuldigen gemacht. Ein großer Move für einen neuen Receiver ergab unter dieser Perspektive Sinn. Nur: DJ Moore war vermutlich nicht die richtige Wahl. Die vergangene Saison war eindeutig Moores schlechteste als Profi. Bei den Chicago Bears fiel er in Ben Johnsons Offensiv-System immer mehr aus dem Favor. Die Bears hatten beim Trade kaum Druck, obwohl sie über die nächsten zwei Saisons 49 Millionen Dollar an einen Spieler zahlen mussten, der möglicherweise die vierte Option im Passspiel geworden war.

Ballports-Take: Für deutsche Fans, die die Bills verfolgen, ist das ein wichtiges Signal. McGovern als Schnäppchen zu sichern, zeigt, dass das Management noch rational entscheiden kann. Aber die Moore-Transaktion wirkt wie ein klassisches Overreaction auf schlechte Wide-Receiver-Leistung. In der Fantasy-Football-Szene sollte man Moore mit großer Vorsicht behandeln. Seine Produktivität in Chicago war eher fragwürdig, und die Garantien für Buffalo lassen vermuten, dass die Bills schnell wieder nach Alternativen suchen könnten, wenn er nicht liefert.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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