Browns lassen Watson und Sanders konkurrieren
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Browns lassen Watson und Sanders konkurrieren

BEREA, Ohio. Die Cleveland Browns haben ihre zehnte und letzte Phase der obligatorischen Minicamps hinter sich. Unter Trainer Todd Monken, der seine erste Saison bei Cleveland beginnt, sollte das Offseason-Programm die Grundlagen für eine verbesserte Mannschaft legen. Doch die größte Frage bleibt unbeantwortet: Wer wird Starting-QB der Browns?

Deshaun Watson und Shedeur Sanders teilen sich die First-Team-Reps auf dem Übungsplatz. Monken zeigt sich zufrieden mit dem, was er von beiden Quarterbacks sieht, nennt aber noch keinen Starter. Der Grund ist praktisch: Er will Watson und Sanders in spielnäheren Situationen beobachten. Beide Quarterbacks hatten ihre starken Momente in den OTAs und beim Minicamp. Watson wirkt nach seiner Achillessehnen-Verletzung fit, auch die Schulterverletzung von November 2023 scheint ausgeheilt. Sein Spiel wirkt aggressiver als zuletzt, er scheint bereit, den Ball öfter nach vorne zu werfen. Sanders hat in Monkens System deutlich an Sicherheit gewonnen. Sein Footwork und seine Entscheidungsschnelligkeit haben sich verbessert, wie die Coaches betonen.

Monken betont aber: Erst wenn beide mit Pads trainieren, wenn echte Pass-Rush-Szenen entstehen und möglicherweise in Preseason-Spielen zu sehen sind, kann er eine fundierte Entscheidung treffen. Er hätte gerne vor dem Training Camp einen Starter benannt, drängt die Entscheidung aber nicht. "Es wäre anders, wenn ich nicht überzeugt wäre, dass beide in diesem Stadium ihrer Entwicklung starten und gewinnendes Football spielen können", sagte Monken. "Das glaube ich. Aber ich kann mich jetzt nicht entscheiden, weil ich denke, dass beide verdient haben, im Pads-Spiel weiter zu konkurrieren."

Die Young Receiver machen Hoffnung Unabhängig davon, wer nächste Saison unter Center steht, wird der Quarterback mehr von der Receiver-Room brauchen. Diese Position ist nach dem Offseason deutlich stärker besetzt. Die beiden Draft-Pickups KC Concepcion und Denzel Boston haben stark Eindruck gemacht. Concepcion besticht durch Schnelligkeit und kann auf allen Feldebenen spielen. Boston kam regelmäßig mit umkämpften Catches herunter und zeigt solide Route-Running trotz seines großen Rahmens. Auch Isaiah Bond, jetzt im zweiten Jahr, war auffällig positiv. Der Second-Year-Receiver hatte in seiner Rookie-Saison nur minimal Zeit zur Vorbereitung, brauchte aber sofort an mehreren Spielzügen teilzunehmen. Bond war als Neuling ein Deep Threat, hat sich jetzt 15 Pfund Muskeln zugelegt und arbeitet nun auch in der Feldmitte. Bond war neben Boston der am häufigsten angespielte Receiver in den OTAs und beim Minicamp. GM Andrew Berry lobte die neuen Receiver öffentlich: "Wie schnell Denzel und KC hier eingezogen sind, ist beeindruckend. Und Isaiah, der jetzt sein erstes volles Offseason hatte, das ist klasse zu sehen."

Die O-Line hat nur ein Loch Die Offensive Line wird nicht viel Unklarheit mit sich bringen, wenn das Training Camp startet. Monken sagte, dass vier Starter bereits feststehen: Right Tackle Tytus Howard, Left Guard Zion Johnson, Interior Lineman Elgton Jenkins und First-Round-Pick Left Tackle Spencer Fano. Jenkins kann Guard und Center spielen, weshalb die Browns den Frühling über verschiedene Spieler auf Center und Right Guard neben der Starting Unit getestet haben, um die beste Besetzung zu finden.

Für deutsche Football-Fans, die die Browns verfolgen, ist die Quarterback-Situation noch offen, aber kein großes Drama. Watson kommt von schweren Verletzungen zurück und zeigt sich engagiert; Sanders bleibt ein talentierter Rookie mit weiterem Entwicklungspotenzial. Die Receiver-Situation ist ein echtes Plus-Zeichen für die Offense. Wenn die O-Line wie erwartet zusammenhält und eine dieser Positionen Konsistenz bringt, könnte Cleveland tatsächlich berechenbar nach vorne spielen. Die nächsten Wochen im Training Camp und in der Preseason werden zeigen, ob Monken wirklich beide Quarterbacks als tauglich für den Starting-Job einstuft, oder ob eines seiner Lob-Worte eher taktisch gemeint war.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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