Victor Wembanyama Sammelkarte für 5,11 Millionen Dollar verkauft
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Victor Wembanyama Sammelkarte für 5,11 Millionen Dollar verkauft

Eine extrem seltene Sammelkarte von Victor Wembanyama hat einen neuen Rekord gesetzt. Die 1-of-1 Numbered 2023-24 Panini Prizm Black Parallel wurde für 5,11 Millionen Dollar in einem privaten Verkauf über Fanatics Collect veräußert, wie Fanatics gegenüber ESPN bestätigte. Das ist nicht nur das teuerste Wembanyama-Card je verkauft, sondern auch die viertteuerste Basketball-Karte und elftteuerste Sportkarte überhaupt.

Zum Vergleich: Vorher lag der Rekord für eine Wembanyama-Karte bei 860.100 Dollar. Das war im Februar 2025 bei einer Goldin-Auktion, ebenfalls eine 1-of-1 Numbered Parallel aus der gleichen Prizm-Serie. Dass jetzt fast das Sechsfache bezahlt wurde, zeigt die extreme Nachfrage nach den hochwertigsten Exemplaren des französischen Superstars. Die Karte wurde von PSA (Professional Sports Authenticator) mit der Höchstnote 10 bewertet und stammt aus einem Live Break von NorCal Sports Cards.

Aber hier wird es interessant: Die Karte hat eine umstrittene Geschichte. In einem 2024 Video brachte der damalige Besitzer und Shop-Besitzer Thomas Lindenthal die Karte zu PSA zur Bewertung. Im Video dankt er explizit Kurt's Card Care für die Arbeit. Dieses Unternehmen stellt Produkte her, um Sammelkarten zu reinigen, zu restaurieren und Kanten zu behandeln. Die Produktbeschreibung verspricht, "kleinere Probleme" auf der Kartenoberfläche zu entfernen und die Karte "auf einen fabrikneuen Zustand" zurückzubringen.

Das ist in der Collecting-Community hochgradig umstritten. Kartenwäsche und Verbesserungen sind verpönt, und PSA will eigentlich keine veränderten Karten bewerten. Die offiziellen PSA-Standards verbieten explizit Reinigung und Bearbeitung. Karten, bei denen Beweise für Trimmen, Restauration, Umfärbung oder eben Reinigung gefunden werden, bekommen eine "No Grade" oder werden nicht angenommen. Genau das decken die Kategorien "N5 Altered Stock" und "N7 Evidence of Cleaning" ab, die gelten, wenn "fremde Substanzen wie Reinigungsspray oder Wachs auf die Kartenoberfläche aufgetragen" wurden.

Dass die Karte trotzdem eine 10er-Bewertung bekam, ist der Grund, warum diese Geschichte kontrovers ist. Niemand weiß genau, ob die Reinigung Spuren hinterlassen hat, die PSA nicht gefunden hat, oder ob alles nach Standard lief. Der Käufer zahlt aber für eine Karte, deren Geschichte fragwürdig ist.

Der Zeitpunkt der Auktion ist auch relevant: Wembanyama wurde gerade zum ersten einstimmig gewählten Defensive Player of the Year der NBA ernannt. Er war die einzige einstimmige Wahl für das All-Defensive First Team und landete in der MVP-Abstimmung auf Platz drei. Das zeigt, wie schnell sein Status als NBA-Elite sich verfestigt hat. Außerdem gibt es keine lizenzierten signierten Wembanyama-Rookie-Karten auf dem Markt. Panini hatte die NBA-Lizenz während Wembanyamas Draft-Jahr 2023, während Fanatics seit Oktober 2024 die exklusive Lizenz hält. Das macht die wenigen hochwertigen Panini-Parallelen zu den einzigen First-Edition-Optionen überhaupt.

Ballports-Take: Für europäische NBA-Fans ist das ein Lehrstück: Die teuersten Sammelkarten sind nicht immer makellos. Wembanyama ist sportlich derzeit einer der spannendsten Spieler der Liga, und seine Karten boomen dementsprechend. Aber wer in solche Extreme investiert, sollte wissen, dass hier nicht nur der Spieler, sondern auch subjektive Faktoren wie Kartenpräparation und Bewertungsentscheidungen den Preis treiben. Für normale Sammler gilt: Hochwertige Wembanyama-Karten bleiben wertvoll, aber der 5-Millionen-Markt ist eine andere Liga. Deutsche und österreichische Fans sollten bei Investitionen genauer hinschauen, wer die Karten vor der Grading vorbereitete.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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