Baker Mayfield wehrt sich gegen Haltbarkeitskritik der Buccaneers
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Baker Mayfield wehrt sich gegen Haltbarkeitskritik der Buccaneers

Baker Mayfield lässt sich von Kritik an seiner Spielweise nicht einschüchtern. Die Tampa Bay Buccaneers hatten Bedenken geäußert, dass der Quarterback nicht ausreichend auf seine Gesundheit achtet, während die beiden Seiten an einem neuen Vertrag verhandeln. Mayfield reagierte deutlich: Er habe in den letzten drei Jahren jedes Spiel absolviert, fragte rhetorisch, warum das überhaupt in Frage stehen sollte.

Die Verhandlungen stocken seit zwei Wochen. Mayfield hatte öffentlich erklärt, dass sich die Buccaneers und er "noch lange nicht beieinander" sind beim neuen Deal, und signalisiert, dass ab Ende Juli zum Training Camp nicht mehr verhandelt werden soll. Sein Agent Tom Mills steht dahinter. Doch Mayfield betont: Das wird sein Fokus nicht beeinflussen. "Dinge passieren, wenn sie passieren sollten", sagte er. "Jetzt geht es mir darum, mich täglich zu verbessern, das Minicamp richtig abzuschließen und vorbereitet ins Training Camp zu gehen."

Mayfield befindet sich im letzten Jahr eines Dreijahres-Vertrags über 100 Millionen Dollar. Derzeit rangiert er als 16. bestbezahlter Quarterback der Liga, möchte aber ein Paket, das seine Leistung der letzten drei Jahre widerspiegelt. In dieser Zeit führte er die Franchise zu zwei Division Titles. Die vergangene Saison verlief aber deutlich schlechter: Tampa Bay startete 6-2, errzielte sogar einen spektakulären Sieg in letzter Sekunde gegen die späteren Super Bowl Champion Seattle Seahawks, verlor dann aber sieben der letzten neun Spiele.

Trainer Todd Bowles macht das Turnover-Management zum zentralen Punkt. Mayfield soll weniger unkalkulierte Risiken außerhalb der Pocket eingehen. Das Problem: Der Quarterback hatte fast die gesamte Saison mit Ausfällen in seiner Offensive Line zu kämpfen. Dazu kamen fehlende Wide Receiver und der Verlust von Star-RB Bucky Irving über längere Phasen. Auch Mike Evans, Chris Godwin und Jalen McMillan waren nicht konstant verfügbar. Das zwang Mayfield immer wieder, selbst Sachen zu erzwingen.

Die Statistik zeigt das Ausmaß: 767 Snaps mit Gegnerberührung, fünft-meisten der Liga, davon 40 außerhalb der Pocket. Mayfield stand auf der Injury Report in 10 von 18 Wochen: Fuß-, Bizeps-, Knie-, Oberbauch- und Schulterverletzungen, dazu eine Erkältung. "Er wird keine Spiele ausfallen lassen, aber er könnte in manchen Situationen besser auf sich achten", sagte Bowles. Der Coach versteht die Aggression bei 1,5 bis 2 Yards Abstand zur ersten Marke, nicht aber bei 8 bis 10 Yards. "Es sei denn, es ist Fourth and 10 in Houston und das Spiel steht auf dem Spiel. Das verstehe ich." Alle anderen Szenen: Da sollte Mayfield sich bewahren und "einen weiteren Tag leben".

Für deutsche Fans, die Mayfield verfolgen, wird der Vertrag zum entscheidenden Test. Kann sich der 31-Jährige wirklich risikoärmer bewegen, ohne seine aggressive Natur zu verlieren? Die Buccaneers brauchen genau das: den produktiven Mayfield ohne die ständigen Blessuren. Ob ein neuer Vertrag mit deutlich höherer Bezahlung ihn zu mehr Vorsicht bewegt oder ob das alte Muster zurückkommt, wird die Saison zeigen. Fantasy-Spieler sollten Mayfields Verfügbarkeit im Auge behalten. Bei optimaler Offensive Line und besserer Receiver-Rotation könnte sein Wert steigen. Das Verletzungsrisiko bleibt aber ein strukturelles Problem, das auch ein neuer Deal nicht automatisch löst.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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