Die Utah Jazz haben sich mit dem zweiten Pick im NBA Draft 2026 für Darryn Peterson entschieden, einen Guard der University of Kansas. Die Franchise setzt damit auf einen dynamischen Scorer, um nach Jahren des Umbruchs den nächsten Schritt in Richtung Wettbewerbsfähigkeit zu gehen.
Peterson war auch für die Washington Wizards interessant gewesen, die mit der Nummer 1 wählten. Der Guard besuchte sogar nur Washington vor dem Draft, die Wizards entschieden sich dann aber für BYU-Forward AJ Dybantsa. Für Utah ist es bereits das zweite Jahr in Folge, dass sie einen Spieler draften, der die Jazz vorher nicht besucht hat.
In seiner einzigen College-Saison legte Peterson beeindruckende Zahlen vor. Der 19-Jährige erzielte im Schnitt 20,2 Punkte pro Spiel für Kansas, was der höchste Wert eines Freshmen in der Universitätsgeschichte der Jayhawks ist. Allerdings war seine Spielzeit von rätselhaften medizinischen Problemen überschattet. Peterson fehlte elf Spiele komplett und verließ mehrere weitere Partien vorzeitig. Später klärte sich die Sache auf: Peterson hatte mit schweren Krämpfen zu kämpfen, die Ärzte nach der Saison auf eine zu hohe Kreatinzufuhr zurückführten. Die Jazz führten eigene Untersuchungen durch und gaben Entwarnung. Ihre Recherchen ergaben keine roten Flaggen bei Petersons Gesundheit.
"Mein Vater wusste es schon lange, und als ich älter wurde, habe ich selbst auch daran geglaubt", sagte Peterson zu ESPN über sein Potenzial. "Am Ende hat sich alles ausgezahlt." Die Jazz sehen in Peterson einen idealen Backcourt-Partner für Keyonte George. Der 22-jährige George hatte in seiner dritten NBA-Saison einen Durchbruch und legte im Schnitt 23,6 Punkte und 6,1 Assists auf.
Mit Pick Nummer 2 verbinden die Jazz historische Erinnerungen. Das letzte Mal, als Utah diesen Pick hatte, war 1980. Damals holten sie Darrell Griffith von der University of Louisville. Griffith wurde sofort Rookie of the Year und spielte seine kompletten zehn NBA-Jahre für die Jazz.
Für deutsche NBA-Fans, die die Jazz verfolgen, könnte Peterson eine spannende Entwicklung werden. Mit George als etablierter Scorer und nun Peterson als zusätzlicher Offensive-Waffe hat Utah ein junges Backcourt-Duo, das in den kommenden Jahren wachsen kann. Fantasy-Basketball-Spieler sollten George auf dem Radar behalten, denn ein zweiter Scorer neben ihm könnte seine Assistquoten erhöhen. Die medizinischen Probleme sind dokumentiert und geklärt, was das Bust-Risiko senkt. Peterson könnte schnell zu einer interessanten Rotations-Option werden.